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Erste Ausgabe von IMAGO erschienen:
1912 gründete Hans Sachs und Otto Rank mit der Unterstützung Sigmund Freuds Imago als Zeitschrift für die Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften, um Freuds Auffassung gerecht zu werden, dass die Psychoanalyse nicht auf medizinische Bereiche beschränkt bleiben müsse. Diesem Credo verpflichtet sich nun das gleichnamige Jahrbuch.
Das fächerübergreifende Phänomen "Ästhetik" wird aus der Perspektive verschiedener Disziplinen, insbesondere der Psychoanalyse, ser Sozialpsychologie, der Kunstgeschichte, der Philosophie und er Medientheorie, betrachtet. Ziel ist es, den Dialog der Wissenschaften anzuregen und zu fördern. DAs Themenspektrum reicht von Sophokles bis Tarantino, vom französischen Mittelalter bis zu japanischen Popkultur, von Leonardo da Vinci bis Paul Klee.
Thematisch steht die historische Emotionsforschung der Psychoanalyse nahe. Sie beschäftigt sich mit der historischen Ausprägung der Darstellungen von Emotionen und steht oft vor der unlösbaren Aufgabe, zu entscheiden, ob sich darin eine veränderbare Konditionierung von Emotionen selbst oder nur eine rethorisch beherrschbare Strategie der Emotionsäußerung zeigt. Sie interessiert sich besonders für die kognitive Funktion von Emotionen und beschäftigt sich mit der Frage, wie moralische Bewertungen von Emotionen in emotionale Strukturen selbst eingehen, wie sie die Antizipationen emotionaler Reaktionen beeinflussen. Unter dieser Voraussetzung analysiert sie die Rolle, die die Äußerung von Gefühlen in ästhetischen Konzepten spielt, und setzt sich vor allem mit ästhetischen Transformationen von Emotionen auseinander. Wie weit sich Psychoanalyse und historische Emotionsforschung inhaltlich, theoretisch und methodisch annähern können, ist eine der Fragen, denen im Jahrbuch Imago nachgegangen werden soll. Das Gleiche gilt für weitere Disziplinen, von denen wir uns eine Bereicherung der Diskussion im Bereich der Ästhetik vorstellen können, wie zum Beispiel Soziologie, Philosophie und Medientheorie. In diesem Sinne strebt das Jahrbuch Imago einen breit gefächerten interdisziplinären Diskurs an.
Imago
Interdisziplinäres Jahrbuch für Psychoanalyse und Ästhetik
Band 1, Gießen 2012
Zusätzliche Möglichkeit für Große Exkursionen und einen Einzeltag zur Kleinen Exkursion
Große Exkursion: Ab dem Sommersemester 2012 ist es möglich, den Schein für die Große Exkursion in selbständig von Studierenden organisierten, mindestens sechs Tage am Stück umfassenden Exkursionen zu erwerben. Das Ziel oder die Ziele der Exkursion müssen in einem sinnvollen Zusammenhang zu einem Hauptseminar stehen und können in Absprache mit der Dozentin/dem Dozenten von den Studierenden frei gewählt werden.
Voraussetzungen sind die Teilnahme an einem Hauptseminar einschließlich eines Referats und die vor Beginn der Exkursionsplanung eingeholte Zustimmung der jeweiligen Dozentin/des jeweiligen Dozenten, die auf der Grundlage der Qualität des Referats erfolgt. Die Studierenden müssen vor der Exkursion ein gemeinsam erarbeitetes, detailliertes Exkursionsprogramm vorlegen, das die zu besuchenden Bauten, Museen etc. sowie die Referatsthemen und Referenten/Referentinnen benennt, und die Exkursion entsprechend durchführen. Voraussetzung für einen Schein ist zudem ein Protokoll von drei Seiten Umfang, das von jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer selbständig zu verfassen ist und das den Ablauf und die Ergebnisse der Exkursion sowie des eigenen Referates zusammenfaßt. Darüber hinaus kann die Dozentin/der Dozent geeignete Nachweise fordern (Eintrittskarten o.ä.). Hauptseminare, die dafür infrage kommen, werden ab dem Wintersemester 2012/13 im Vorlesungsverzeichnis entsprechend gekennzeichnet. Diese Regelung gilt bis auf weiteres für die Studiengänge Modularisierter Magister und BA.
Kleine Exkursion: Fehlt zur Anrechnung der Kleinen Exkursion im Modularisierten Magister oder im BA nur ein Exkursionstag, dann kann dieser eine Tag über eine studentisch organisierte Exkursion erbracht werden, und zwar unabhängig von einem Seminar, etwa in Fachschaftsexkursionen, in Exkursionen zu Ausstellungen etc. Hier ist zuvor die Zustimmung einer Dozentin/eines Dozenten einzuholen, der/dem vor der Exkursion ein Programm mit den Inhalten der Fahrt von einer Seite Umfang und danach ein ebenso langes Protokoll vorzulegen ist; beides ist selbständig von jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer zu verfassen. Dieser Exkursionstag ist ausschließlich außerhalb Frankfurts zu absolvieren.
In beiden Fällen gilt, daß die minimale Teilnehmerzahl drei, die maximale Teilnehmerzahl zwanzig Personen beträgt. Zuschüsse von Institutsseite können leider nicht gewährt werden.