Teilprojekt Dr. des. Tanja Praske

Dr. des. Tanja Praske

Lebenslauf:
Studium der Kunstgeschichte in Frankfurt und Paris. 1997-1998 Stipendium des DAAD. 1998 Diplôme de Maîtrise mit der Arbeit „Le ‚Beau Pilier’ de la Cathédrale d’Amiens. Recherches sur le langage de la statuaire“. 1999-2001 Stipendiatin des Graduiertenkollegs „Psychische Energien Bildender Kunst“ am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität. 2007 Promotion mit der Dissertation „Ludwig IX. der Heilige – eine Zäsur für die monumentale französische Königsdarstellung. Bildkonzepte der Zeit Philipps IV.“

Publikation:
„Bildstrategien unter Philipp IV. dem Schönen (1285-1314) und Karl V. dem Weisen (1364-1380). Das französische Königsbild im Wandel“, in: M. Büchsel, P. Schmidt (Hg.), Realität und Projektion. Wirklichkeitsnahe Darstellung in Antike und Mittelalter, Berlin 2005, S. 147-170.

Teilprojekt:
„Emotionsdarstellung und Wirklichkeitsbewältigung in der spätmittelalterlichen Skulptur. Die veristisch-realistische Typenbildung der Heiligen und ihre Relation zum nicht sakralen Typus“

Das Projekt untersucht das Verhältnis von Emotionsdarstellung und Wirklichkeitsbewältigung in der spätmittelalterlichen Skulptur. Gerade diese bezeugt eine ausgefeilte pathognomisch-realistische Differenzierung, die in unterschiedlicher Intensität sowohl zu „realistischen“ als auch artifiziellen Mitteln in der Wiedergabe greift. Ausgehend vom Heiligenbild werden die pathognomische Typenbildung und ihre Wirkmechanismen erfasst. Zentrale Aspekte sind die Konstitution von Stereotypen, der mögliche Einfluss von Naturstudien, die Funktionen der Bildtypen in der Wirklichkeitsbewältigung und die Relation von sakralem und nicht-sakralem Typus. Die Darstellung von Emotionen wird als ein kognitiv geregeltes System verstanden. Danach ist zu eruieren, welche Funktion sie in den verschiedenen Bildtypen besitzt.


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