Dr. Rebecca Müller

E-Mail R.Mueller@kunst.uni-frankfurt.de

Raum 304
Telefon (069) 798–22275

Sprechstunden

Hilja Droste vertritt die Assistentenstelle (droste@kunst.uni-frankfurt.de; 798-22275). Rebecca Müller ist beurlaubt, steht aber zu Erasmus zur Verfügung. Sprechstunden: 19.11., 18-20 Uhr, 20.11., 8.30-9.30. Bitte tragen Sie sich in die Liste ein.

Forschung

Einen Schwerpunkt bilden Rezeption und Transformation der Antike im Mittelalter. Dabei stehen einerseits der Umgang mit den materiellen Überresten der Antike, d.h. die Verwendung von Spolien, und andererseits die Wiederaufnahme antiker Gattungen im Mittelpunkt, etwa das Trophäenmonument, die Ehrenstatue und die Büste. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der spätmittelalterlichen Malerwerkstatt, hier vor allem auf Fragestellungen zur Produktion von Altarretabeln in Süddeutschland und Venedig. Zentrale Themen sind Werkstattorganisation, Auftraggeberschaft und der deutsch-venezianische Kulturtransfer, aber auch das Verhältnis von Malerei und Skulptur, visuelle Strategien, z.B. der Reliquienpräsentation und der Inszenierung der Signatur, sowie die Problematik von Stilwahl und Stilmodus. Jüngere Beiträge widmen sich daneben der frühmittelalterlichen Kunst, speziell Quellen zur Skulptur.

Für ihre Forschungen zur italienischen Kunst wurde Rebecca Müller 2010 der Jacob Burckhardt-Preis des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut und seines Fördervereins verliehen.

Seit April 2014 leitet sie das von der Fritz Thyssen Stiftung finanzierte Projekt "Werkgenese im venezianischen Quattrocento. Die Malerwerkstätten der Vivarini".



Lehre

  • Lehraufträge in Berlin (HU) und Bamberg

  • SS 2005 Vertretung einer Juniorprofessur an der Universität Hamburg

  • seit WS 2005/6 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität Frankfurt a. M.

  • Lehrveranstaltungen (Haupt- und Proseminare, Vorlesung, Propädeutika, Übungen vor Originalen) zur frühmittelalterlichen Kunst, zum Reliquienkult und der Materialität von Goldschmiedekunst; zur normannischen Kunst auf Sizilien; zu Künstlerkonzepten des Mittelalters; zu Schöpfungszyklen in Mittelalter und Früher Neuzeit; zur deutschen Druckgraphik und illustrierten Büchern des 15. und 16. Jh.s; zur italienischen Malerei des 14. bis 16. Jh.s und zur Spolienverwendung von der Spätantike bis zur Gegenwart. Exkursionen zur karolingischen Architektur, zur mittelalterlichen Kirchenausstattung,  zur Skulptur des 13. Jahrhunderts in Deutschland sowie nach Sizilien und Belgien.

 

Vita

Studium

  • 1989 bis 1996 Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Mittelalterlichen Geschichte in Tübingen, Rom und Bonn;
  • 1996 Magisterprüfung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn bei Prof.Dr. Gunter Schweikhart („Der Hochaltar der Johanneskirche in Crailsheim. Ein Flügelretabel aus der Wolgemutwerkstatt in Nürnberg“);
  • 1999 Promotion an der Philipps-Universität Marburg bei Prof.Dr. Ingo Herklotz („Untersuchungen zur Spolienverwendung im mittelalterlichen Genua“).

Museumstätigkeit

  • 2000–2002 Wissenschaftliche Museumsassistentin an den Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (Kupferstichkabinett; Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst; Generaldirektion, Abt. IT);

  •  Konzeption und Organisation der Ausstellung: „Die Natur ist meine einzige Lehrerin, meine Wohltäterin“ – Zeichnungen von Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726–1801) im Berliner Kupferstichkabinett
    (besprochen u.a. von Mechthild Haas, in: Burlington Magazine 143 (2001), 53f.; Daniel Kletke, in: Art On Paper 5, 3 (2001), 89f.;

  •  Betreuung des Ausstellungsprojekts „My Favourite Print“ – Druckgraphik von Manet bis Mansen bei Wolfgang Wittrock, Berlin;
  • Ausstellungsmitarbeit, Freie Mitarbeit und Praktika in Berlin (SMPK), Stuttgart (Landesmuseum), Karlsruhe (Staatliche Kunsthalle, Museumspädagogik) und Altenburg (Lindenau-Museum).

Stipendien

Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (Studium und Promotion); assoziiertes Mitglied am Graduiertenkolleg der Universität Bonn („Die Renaissance in Italien und ihre europäische Rezeption. Kunst – Geschichte – Literatur“); Postdoc-Stipendiatin am Graduiertenkolleg der Universitäten Bamberg und Berlin (TU) („Kunstwissenschaft – Bauforschung – Denkmalpflege“); am Deutschen Studienzentrum in Venedig sowie am Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Planck-Institut; bis 9/2005 in Florenz Stipendiatin der Fritz Thyssen Stiftung.


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