Hinweise zur Anfertigung einer Hausarbeit

I. Allgemein

Inhaltliche Grundlage einer Hausarbeit ist meist das Referatsthema, wobei die Diskussion des Referats im Seminar, der Seminarkontext, evtl. weitere wissenschaftliche Literatur zum Thema und die Rücksprache mit dem/der Seminarleiter/Seminarleiterin in der Ausarbeitung berücksichtigt werden sollten.

Je nach Fragestellung können mehrere Werke (und ihr Bezug untereinander) oder nur ein einzelnes Werk oder auch nur ein Aspekt dieses Werks Gegenstand der Hausarbeit sein. Grundlage jeder Interpretation eines Kunstwerkes ist seine ausführliche und präzise Beschreibung und Analyse. Eine solche für die Interpretation fruchtbare Analyse geht über eine sachlich-aufzählende Beschreibung des Dargestellten (bzw. in der Architektur der Einzelelemente) hinaus, indem sie auch die Darstellungsweise, also die formale und semantische Strukturierung des Werkes darlegt.

Die Hausarbeit sollte im Idealfall einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion leisten. Eine fundierte Beschäftigung mit (ausgewählten) Forschungspositionen bildet daher eine unerlässliche Grundlage für die eigene Arbeit. Dabei sollte man beachten, dass es in manchen Fällen wichtiger ist, Probleme herauszuarbeiten, als Lösungen zu finden. Oft kann man nur darstellen, auf welchen Quellen, methodischen Ansätzen und Interessen unterschiedliche Auffassungen beruhen; oft genügt es zu berichten, worüber in der Forschung diskutiert wird oder welche Fragen bisher ausgeklammert wurden. In jedem Fall aber sollte die auf der Werkanalyse und der Auswertung der Literatur gründende eigene Auffassung deutlich werden und, wo immer möglich, in eigene Thesen einmünden. Aus Ihrer Argumentation sollte ersichtlich werden, warum Sie einen spezifischen methodischen Schritt getan oder auf ein bestimmtes Werk zurückgegriffen haben.

Die Hausarbeit soll über den gegenwärtigen Forschungsstand informieren; dafür müssen die letzten Neuerscheinungen berücksichtigt werden. Wissenschaftliche Forschung vollzieht sich als kontinuierlicher Frage- und Antwortprozess: Autoren reagieren aufeinander. Es sollte deshalb vermieden werden, zu einem Gegenstand z.B. zuerst auf ein Buch von 1990, dann auf einen Artikel von 1950, danach wieder auf einen Katalog von 1975 zurückzugreifen. In der Tat ist vieles veraltet oder revisionsbedürftig. Up to date zu sein, heißt in der Kunstgeschichte andererseits nicht, ältere Literatur grundsätzlich zu verwerfen. Im Gegensatz zu den naturwissenschaftlichen Fächern ist die ältere Literatur in unserem Fach auch dann nicht überholt, wenn der Sachstand sich inzwischen verändert hat; man entnimmt älteren Publikationen manchmal Erkenntnisse und Wertungen, die für die Rezeptionsgeschichte des zu besprechenden Objektes unentbehrlich sind. Es muss jedoch unbedingt ersichtlich sein, welche Informationen und Forschungsmeinungen vom Autor der Hausarbeit selbst stammen und welche auf Quellen- und Sekundärliteratur basieren. Ein Plagiat (nicht gekennzeichnete Übernahme des geistigen Gutes eines anderen Autors) ist kein Kavaliersdelikt und führt zu einer Benotung mit 5,0 („nicht ausreichend“) und in besonders schwerwiegenden Fällen bis zum Ausschluss von der Prüfung.

Die Hausarbeit sollte sprachlich fehlerfrei und gut lesbar sein. Achten Sie deshalb bitte auf Rechtschreibung, Grammatik (vor allem Syntax!) und Kommasetzung. Eine hohe Fehlerquote wirkt sich auf die Benotung negativ aus.


II. Formale Vorgaben

  • Der Textumfang einer Proseminararbeit beträgt in der Regel 10 Seiten, derjenige einer Hauptseminararbeit 15 Seiten. Gemeint ist damit der inhaltlich relevante Teil der Hausarbeit, also der Text ohne Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis und Abbildungsteil.
  • Korrekturrand: rechts 4 cm
  • Schriftgröße: 12 Punkte
  • Zeilenabstand: 1,5
  • Die Seiten werden nummeriert; die Seitennummerierung beginnt mit dem Inhaltsverzeichnis und umfasst auch die Bibliographie und den Abbildungsteil.
  • Absätze werden durch Abstand und/oder Einrückung kenntlich gemacht.
  • Datierungsangaben im Text sollten ausformuliert werden (also „zwischen 1480 und 1520“, „von 1480 bis 1520“ und nicht „zwischen 1480 -1520“ bzw. „von 1480 - 1520“).
  • Quellen- oder Abbildungshinweise gehören jeweils zum vorhergehenden Satz und werden vor dem Satzende angeführt. Sie sollten nicht zwischen zwei Sätzen stehen.
    Beispiel: „[...] zeigt sich gerade in Michelangelos ’Jüngstem Gericht' (Abb. 1).“ Falsch wäre: „[...] in Michelangelos 'Jüngstem Gericht'. (Abb. 1).“
  • Übliche Abkürzungen kann man nicht eigenmächtig ändern.
    Übliche Abkürzungen:
    Abb.Abbildung
    Ausst.Ausstellung
    Bd.Band
    ebd.ebenda
    fol.folio (Blatt)
    H.Heft
    Hg./Hrsg.Herausgeber; im Plural Hgg./Hrsg.
    hl.heilige(r)
    Hll.Heilige (Plural)
    Jg.Jahrgang
    Kat.Katalog
    ms.maschinenschriftlich
    o.J.ohne Jahresangabe (in der Literaturangabe anführen, wenn die Jahreszahl fehlt)
    o.O.ohne Ort (in der Literaturangabe anführen, wenn der Publikationsort fehlt)
    [sic]zur Kennzeichnung im Zitat, um zu unterstreichen, dass die Angabe genauso im Originaltext steht, also beispielsweise bei einem Rechtschreibfehler in der Vorlage
    Tf.Tafel
    vgl.vergleiche

III. Gliederung einer Hausarbeit

Eine Hausarbeit enthält:

1. das Deckblatt mit folgenden Angaben:

  • Titel der Hausarbeit
  • Titel des Seminars und Modul
  • Veranstaltungszeitraum (z.B. SoSe 2011 etc.)
  • Name des Seminarleiters
  • Name der Verfasserin/des Verfassers
  • Matrikelnummer der Verfasserin/des Verfassers
  • Emailadresse, Anschrift und Telefonnummer der Verfasserin/des Verfassers
  • Studienfächer der Verfasserin/des Verfassers mit Angabe von Haupt- und Nebenfach sowie Fachsemesterzahl

2. ein Inhaltsverzeichnis, das die Gliederung der Arbeit vorstellt

3. die eigentliche Hausarbeit

Eine Hausarbeit gliedert sich in drei große Abschnitte (die individuell noch weiter unterteilt werden können):

  • Einleitung
    Die Einleitung dient dazu, in das Thema der Hausarbeit einzuführen. Hier sollten Sie zunächst angeben, mit welchem Gegenstand Sie sich befassen werden. Neben den Grundinformationen dazu, sollten hier auch die Fragestellung ihrer Arbeit, der Forschungsstand in Bezug auf die Fragestellung und Ihr (methodisches) Vorgehen dargelegt werden.
  • Hauptteil mit weiteren Unterkapiteln  
    Im Haupt- oder Durchführungsteil wird die Fragestellung der Einleitung bearbeitet.
    Die genaue Gliederung des Hauptteils richtet sich nach Ihrer Argumentation, die nach Möglichkeit in eine These münden sollte. Alle Informationen, die Sie liefern, sollen in die Argumentation eingebunden sein. Fragen Sie sich also, was Sie für dieUntermauerung Ihrer These diskutieren müssen. Liefern Sie keine rein additiven,unverbundenen Informationen (d.h. keine an den Beginn gestellten, gesonderten Kapitel mit der Biographie eines Künstlers oder dem historischen Hintergrund).
  • Schluss
    Der Schluss fasst die Ergebnisse kurz zusammen, wobei das Bisherige im Idealfall nicht einfach wiederholt, sondern weitergeführt wird; gleichzeitig werden Probleme erörtert, die im Laufe der Arbeit aufgetaucht sind, z.B. Grenzen des eigenen methodischen Vorgehens, Perspektiven für weitere Untersuchungen etc.

Wichtig:
Die Überschriften der einzelnen Gliederungspunkte, insbesondere des Hauptteils der Hausarbeit, sollen ‚sprechend‘ sein, d.h. auf den Inhalt der jeweiligen Abschnitte hinweisen (keine Überschriften wie „Hauptteil“ oder „Unterkapitel 1“).

4. ein Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis führt ausschließlich die Literatur an, die auch in den Fußnoten zitiert wurde, d.h. nur die Literatur, mit der Sie wirklich gearbeitet haben. Das heißt umgekehrt also, dass alle von Ihnen in den Fußnoten genannten Titel auch im Literaturverzeichnis figurieren müssen.


5. einen Abbildungsteil mit Abbildungsnachweis

Die in der Hausarbeit besprochenen Werke werden in einem gesonderten Abbildungsteil präsentiert (keine Abbildungen im Fließtext).
Am Anfang des Abbildungsteils steht ein Abbildungsnachweis mit allen relevanten Angaben zu den Werken (Abbildungsnummer im Abbildungsteil der Hausarbeit, Künstler (oder Kunstkreis), Titel, Entstehungsjahr, Technik, Format, Standort) und die Angabe der Herkunft der Abbildung, z.B. der Publikation, aus der die Abbildung kopiert wurde.
Die Abbildungen selbst werden durchnummeriert und mit einer Legende (Künstler, Titel, Entstehungsjahr, Technik, Format, Standort) versehen. Abbildungsnummer und Legende stehen unter den Abbildungen.
Bei Maßangaben wird die Höhe vor der Breite angegeben. Bei Bildern und anderen
zweidimensionalen Objekten empfiehlt sich die Schreibweise „121 x 23 cm“. Bei
Handzeichnungen und Druckgraphik werden die Maße in der Regel in mm angegeben.
Bei dreidimensionalen Objekten wird auch die Tiefe genannt. Hier empfiehlt sich die Schreibweise: „H. 111 cm, B. 27 cm, T. 18 cm“. Der Durchmesser wird mit „Ø“ bezeichnet. Bei Skulpturen werden außerdem die Maße des Sockels angegeben.


6. eine Erklärung über die ordnungsgemäße Anfertigung der Hausarbeit,

die Sie unterschrieben zusammen mit der Arbeit abgeben. Die Vorlage dazu finden Sie auf der Website des Kunstgeschichtlichen Instituts.


IV. Zitieren


Genaues und einheitliches Zitieren erleichtert das Verständnis und ist Voraussetzung dafür, dass Aussagen überprüft werden können. Oft gibt erst das Zitieren Aufschluss darüber, ob der Verfasser selbst Stellung bezieht oder Gedanken anderer wiedergibt. Der Leser muss in die Lage versetzt werden, zitierte Literatur sicher und ohne Zeitverlust aufzufinden. Es gibt viele gültige Formen des Zitierens; eine einmal gewählte Zitierweise ist in ein und demselben Manuskript aber konsequent einzuhalten.

Hinsichtlich der zitierten Literatur ist anzumerken, dass Lexika wie Brockhaus, Meyers Konversationslexikon, Knaurs Malereilexikon etc. grundsätzlich nicht zitierfähig sind: Angeführt werden darf ein Lexikonartikel nur dann, wenn er einen Forschungsbeitrag darstellt und mithin über eine reine Zusammenfassung bekannter Fakten hinausgeht (der Name eines Autors unter dem Lexikonartikel ist meist ein Hinweis auf einen fundierten Inhalt und Zitierfähigkeit). Gleiches gilt für Zitate von Texten und Webseiten aus dem Internet. So sind Wikipedia-Artikel in ihrer Qualität sehr schwankend und genügen einem wissenschaftlichen Anspruch oft nicht; in der Regel fehlen reale Autorennamen, so dass nicht sicher nachvollzogen werden kann, wer sich und mit welcher Position an einer Diskussion beteiligt. Sie erfüllen daher nicht die Grundvoraussetzungen für Zitierfähigkeit und sollten daher nur in begründeten Ausnahmefällen verwendet werden.

Einen Text kann man entweder paraphrasieren (d.h. den Inhalt mit eigenen Worten wiedergeben, indirekt zitieren) oder wörtlich zitieren (d.h. direkt zitieren). Besonders häufig wird der Inhalt eines fremden Textes in eigenen Worten wiedergegeben. Es ist sehr wichtig, die Quellen für diese indirekten Zitate in den Fußnoten immer anzugeben, sonst verletzt man eine der wichtigsten Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens und macht sich des Plagiats schuldig. Die Übernahme fremden Gedankenguts kann durch indirekte Rede angezeigt und durch Formulierungen wie „XY hebt hervor“, „XY betont“ oder „XY geht davon aus“ eingeleitet werden. Solche einleitenden Formulierungen können die eigene Position zum Zitierten, z.B. Zweifel oder Distanz, andeuten.

Für ein direktes Zitat sollte man sich nur dann entscheiden, wenn dieses einen
‚Mehrwert‘ gegenüber der Paraphrase erbringt, so z.B. wenn die angeführte Formulierung besonders treffend, die Position bzw. die Beobachtung besonders interessant ist. Ein wörtliches Zitat sollte zudem niemals für sich allein stehen, sondern immer kommentiert werden, indem z.B. der für die eigene Argumentation wichtigste Aspekt der zitierten Aussage hervorgehoben wird. Dies gilt auch für das Zitieren von einzelnen Begriffen – auch diese müssen erläutert werden. Auch die Quelle für ein wörtliches Zitat muss immer nachgewiesen werden!

Für das wörtliche Zitieren gibt es einige formale Regeln, die man beachten soll:

  • Die Herkunft des Zitierten wird in Fußnoten (Schriftgröße 10 Punkte) nachgewiesen, auf die man im Text durch hochgestellte Ziffern verweist.
  • Zitieren Sie immer nach dem Original; falls Sie doch aus zweiter Hand zitieren, muss dies durch „zitiert nach“ in der Anmerkung kenntlich gemacht werden.
  • Der zitierte Text wird bei wörtlicher Wiedergabe durch Anführungszeichen gekennzeichnet.
  • Der Inhalt des Zitierten ist kein Zitat, sondern eine Äußerung, Auffassung, Nachricht, Mitteilung, daher ist es falsch, etwa zu schreiben: „Dazu Zitat von Luitpold Frommel: 'An der Spitze seiner Leidenschaften figurierte neben der Musik und Alchimie zweifellos die Malerei'.“
    Es muss vielmehr heißen: „Frommel zufolge stand ‚an der Spitze seiner Leidenschaften [...] neben Musik und Alchimie zweifellos die Malerei’.“
  • Auslassungen innerhalb des Zitierten (wie im eben aufgeführten Beispiel) werden durch drei Punkte bezeichnet, die man außerdem in eckige Klammern setzen sollte.
  • Zitate im Zitat (wie im eben aufgeführten Beispiel), werden zwischen einfache Anführungszeichen gesetzt.
  • Ergänzungen zum zitierten Text/grammatikalische Angleichungen an den eigenen Text/ Veränderungen werden [wie hier] in eckige Klammern gesetzt.
  • Im Original vorhandene orthographische bzw. grammatikalische Fehler werden mit [sic] gekennzeichnet:
    „Frommel zufolge stand ‚an der Spize [sic] seiner Leidenschaften [...] neben Musik und Alchimie zweifellos die Malerei’.“
  • Der Punkt am Ende eines zitierten Satzes wird nicht zitiert (Dieser wäre störend, wenn der eigene Satz nach dem Zitat fortgesetzt wird).
  • „Kurze“ Zitate bis zu 3 Zeilen sind im laufenden Text integriert.
  • „Lange“ Zitate über 3 Zeilen bilden einen eigenen Absatz (links eingerückt und einzeilig).
  • Fremdsprachliche Äußerungen (außer Englisch) werden im Text in aller Regel auf Deutsch zitiert, in den Anmerkungen in der Originalversion.

V. Anmerkungen

Die Anmerkungen dienen vor allem dem Nachweis der benutzten Quellen, haben aber außerdem auch noch andere Funktionen. Man kann in ihnen z.B. auf weiterführende Literatur zu einem Thema verweisen oder zusätzliche Informationen und Kommentare unterbringen.

Anmerkungen werden in der Regel als Fußnoten (Schriftgröße 10 Punkte) gesetzt und müssen fortlaufend nummeriert werden. Das Anmerkungszeichen (eine Ziffer) wird immer als Hochzahl gesetzt, in der Regel hinter das Satzzeichen (wenn sich die Anmerkung auf den Satz oder eine aus mehreren Sätzen bestehende Sinneinheit bezieht). Ausnahme: die Anmerkung bezieht sich auf einen einzelnen Begriff, dann kommt die Hochzahl direkt hinter den Begriff. Es werden nie zwei Anmerkungszeichen unmittelbar hintereinander gesetzt, denn eine Anmerkung kann beliebig viele Verweise auf Literatur und Inhalte jeder Art (Kommentare, Ergänzungen etc.) enthalten. Anmerkungen werden als vollständige Sätze behandelt: Der erste Buchstabe wird großgeschrieben, am Satzende steht ein Punkt.

Wichtig: Die Form des Anmerkungsapparates einer Arbeit muss einheitlich sein!


VI. Literaturangaben in Anmerkungen und Literaturverzeichnissen


Es gibt viele Möglichkeiten für Literaturangaben in den Anmerkungen und
Literaturverzeichnissen. Verschiedene Verlage oder Zeitschriften haben deshalb jeweils ihre eigenen „Zitationsstile“ festgelegt, an die sich ihre Autoren halten sollen. Es ist nicht wichtig, welchen Zitationsstils man sich bedient, solange die Literaturangaben die wesentlichen Informationen enthalten, die das Auffinden der Quelle ermöglichen. Auch hier gilt aber:
Alle Literaturangaben einer Arbeit müssen eine einheitliche Form besitzen!

Empfehlungen für Literaturangaben

Ausstellungskataloge
Ausst.kat. Titel, Ort der Ausstellung (Museum) Jahr.
Beispiel:
Ausst.kat. Cranach der Ältere, Frankfurt am Main (Städel Museum) 2007.


Monographien
Nachname, Vorname: Titel. Untertitel, Ort Jahr.
Beispiel:
Graw, Isabelle: Die bessere Hälfte. Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts, Köln 2003.


Herausgeberschriften mit einem Herausgeber
Nachname, Vorname (Hg.): Titel. Untertitel, Ort Jahr.
Beispiel:
Greub, Thierry (Hg.): Las Meninas im Spiegel der Deutungen. Eine Einführung in die Methoden der Kunstgeschichte, Berlin 2001.


Herausgeberschriften mit zwei Herausgebern
Nachname, Vorname und Vorname Nachname (Hgg.): Titel, Ort Jahr.
Beispiel:
Büchsel, Martin und Peter Schmidt (Hgg.): Das Porträt vor der Erfindung des Porträts, Mainz 2003.


Reihentitel
Nachname, Vorname: Titel (Reihentitel und Bandnummer), Ort Jahr.
Beispiel:
Bistort, Giulio: Il Magistrato alle Pompe nella Repubblica di Venezia. Studio storico (Miscellanea di storia veneta, Serie III, Band 5, hg. v. der Reale Deputazione veneta di Storia Patria), Venedig 1912.


Quellenedition
Nachname, Vorname: Titel, ursprünglicher Erscheinungsort und Jahr, hg. v. Vorname Nachname, Bde., Nachdruck Ort Jahr.
Beispiele:
Bandello, Matteo: Le Novelle, Lucca 1555, hg. v. Gioachino Brognoligo, 5 Bde., Bari 1910-12
Runge, Philipp Otto: Hinterlassene Schriften, hg. v. dessen ältestem Bruder, Bd. I/II, Göttingen 1965 (Nachdruck der Ausgabe Hamburg 1840).

Beispiel für Herausgabe mit Übersetzung und Kommentar:
Ovidius Naso, Publius: Die Fasten, hg., übers. u. kommentiert v. Franz Böhler, 2 Bde., Heidelberg 1957.


Aufsatztitel in Zeitschriften
Nachname, Vorname: Titel. Untertitel, in: Zeitschriftentitel, Band (Jahr), Seitenzahlen.
Beispiel:
Herding, Klaus: Zur Trennung zwischen dem Wahren, Schönen und Guten in der Kunst der Moderne. Überlegungen am Beispiel der Zeichnungen von Jean-François Millet, in: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, 48 (2003), S. 111-128.


Aufsatztitel in Sammelbänden
Nachname, Vorname [des Autors]: Titel. Untertitel [des Aufsatzes], in: Vorname Nachname (Hg.): Titel. Untertitel, Ort Jahr, Seitenzahlen [des Aufsatzes].
Beispiel:
Schmidt, Peter: Beschriebene Bilder. Benutzernotizen als Zeugnisse frommer Bildpraxis im späten Mittelalter, in: Klaus Schreiner (Hg.): Frömmigkeit im Mittelalter. Politisch-soziale Kontexte, visuelle Praxis, körperliche Ausdrucksformen, München 2002, S. 347-386.


Lexikonartikel
Nachname, Vorname: Titel/Lemma, in: Lexikon, Ort Jahr, Band, Seite/Spalte.
Beispiel:
Wetzel, Michael: Autor/Künstler, in: Ästhetische Grundbegriffe. Historisches Wörterbuch in sieben Bänden, hg. v. Karlheinz Barck u.a., Stuttgart/Weimar 2000, Bd. 1, S. 480-544.


Aufsätze, die im Internet publiziert sind
Nachname, Vorname: Titel. Untertitel, URL: http: … (Abrufdatum).
Beispiel:
Huber, Hans Dieter: Materialität und Selbstreferenz bei Friedemann Hahn, URL:
http://www.hgb-leipzig.de/ARTNINE/huber/aufsaetze/hahn.html  (17.03.2011).


Generell ist zu beachten:



  • Literaturverzeichnisse werden alphabethisch nach Nachnamen des Autors angelegt. Zunächst werden die Quellen, dann wird die Sekundärliteratur aufgeführt. Ausstellungskataloge werden mit „AK“ oder „Akat.“ oder „Ausst.kat.“ abgekürzt und stehen an entsprechender Stelle in der alphabetischen Ordnung (unter „A“).
  • Sind Autor des Aufsatzes und Herausgeber des Sammelbandes identisch, so kann statt einer Wiederholung des Namens „Ders.“ oder „Dies.“ (kurz für: Derselbe oder Dieselbe) stehen.
  • Es werden höchstens zwei Autoren bzw. Herausgeber namentlich aufgeführt, bei mehr als zwei Autoren bzw. Herausgeber wird nur der erste genannt, die Übrigen werden mit „u.a.“ abgekürzt. Dies gilt ebenfalls für mehrere Erscheinungsorte.
  • Bei Herausgeberschriften kann statt „Hg.“ auch „Hrsg.“ verwendet werden. „Hrsg.“ bleibt im Plural unverändert, während „Hg.“ nach dem zweiten Herausgebernamen bzw. nach „u.a.“ zu „Hgg.“ wird.
  • Bei Bedarf kann bei Zeitschriften auch Band (kurz: Bd.), Heft (kurz: H.) oder Jahrgang (kurz: Jg.) eingefügt werden.
  • Im Falle einer neuen Auflage wird dieser Hinweis mit einem Komma vom Titel getrennt vor Ort und Jahr eingefügt: z.B.: „…, 2. Auflage, München 2002“. Stattdessen kann auch lediglich eine Hochzahl vor das Jahr geschrieben werden: „München 22002“.
  • Im Falle einer überarbeiteten Auflage wird dieser Hinweis vor Ort und Jahr eingefügt: „2. überarb. Auflage, München 2002“.
  • Der Umfang eines Aufsatzes bzw. eines Artikels muss im Literaturverzeichnis genau benannt werden: „S. 23-58“; bezieht man sich in einer Fußnote auf bestimmte Seiten, schreibt man: „Vgl. Nova, 2005, S. 23-25“. Erscheint nach der Seitenzahl nur „f.“ so ist damit ausschließlich die folgende Seite gemeint („S. 23f.“ meint folglich S. 23 + S. 24).
  • Innerhalb einer Literaturliste wird eine Sprache verwendet: entweder „ibid.“ oder „ebd.“, usw.; alle fremdsprachigen Angaben sollten eingedeutscht werden (etwa Milano = Mailand, a cura di = hg. v.).
  • Kann kein Erscheinungsort bzw. kein Erscheinungsjahr gefunden werden, so steht statt des Ortes „o.O.“ (kurz für: ohne Ortsangabe) und statt des Jahres „o.J.“ (kurz für: ohne Jahresangabe); weiß man aus anderen Quellen den Erscheinungsort oder das Erscheinungsjahr, ergänzt man dies in eckigen Klammern. Beispiel: „Frankfurt o.J. [2002]“. Fehlt die Seitenangabe schreibt man: „o.S.“.


Literaturangaben in Anmerkungen

  • Wenn ein Titel in einer Fußnote zum ersten Mal genannt wird, erscheint in der Anmerkung die komplette Literaturangabe (bei Monographien also: Nachname, Vorname: Titel. Untertitel, Ort Jahr).
  • Wird der Titel mit „Vgl.“ eingeleitet oder in einen Satz eingebunden, so erscheint zuerst der Vorname, dann der Nachname des Autors/Herausgebers.
  • Wird auf einen Titel ein weiteres Mal verwiesen, so wird die Kurzform Nachname Erscheinungsjahr (wie Anm. …), Seite verwendet.
    Beispiel: Graw 2003 (wie Anm. 3), S. 45-78.
  • Wenn eine bibliographische Angabe in der unmittelbar folgenden Fußnote wiederholt wird und dazwischen keine andere Angabe eingefügt ist, wird mit Ebd., Seite darauf verwiesen.


Eine Bemerkung zum Schluss: Das vorstehende Papier kann zur Abfassung eines korrekten Textes sehr hilfreich sein.Darüber sollte jedoch nicht vergessen werden:
Eine einzige gute Idee ist mehr wert als die genaueste Beachtung sämtlicher Regeln.


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