Museen und Ausstellungen

Deutsches Architekturmuseum

www.dam-online.de

Böhm 100: Der Beton-Dom von Neviges

18. Januar – 27. September  2020
Gottfried Böhms 100. Geburtstag ist am 23.1.2020. Das wollen wir feiern: mit einer konzentrierten Ausstellung, die der Wallfahrtskirche in Neviges gewidmet ist, einem seiner bekanntesten Bauten. Zwischen 1963 und 1968 entstand ein Beton-Dom, der von den Franziskanermönchen als zweitgrößte Kirche im Erzbistum Köln in Auftrag gegeben wurde. Gegenwärtig wird das gefaltete Dach mit einer innovativen Textilbetonschicht saniert. 2005 und 2006 fanden im Deutschen Architekturmuseum große Ausstellungen zum Werk von Gottfried Böhm und seinem Vater Dominikus Böhm statt. Nun werden neue Archivfunde aus der Entstehungszeit der Wallfahrtskirche präsentiert und mit einem Ausblick auf die Zukunft verbunden. Ein umfangreiches Vortragsprogramm führt, unter anderem, die drei als Architekten tätigen Söhne Böhms zusammen, gibt Einblicke in die Technik der Betoninstandsetzung und bringt auch den Film „Die Böhms – Architektur einer Familie“ wieder nach Frankfurt

Die Neue Heimat (1950-1982)

14. März – 11. Oktober 2020 

Die Neue Heimat war der größte und bedeutendste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat das Gewerkschaftsunter-nehmen mehr als 400.000 Wohnungen geplant und ausgeführt. Die Projekte der Neuen Heimat sind sowohl Ergebnis eines einzigartigen Zusammenspiels von wirtschaftlichen Interessen und Politik, als auch Ausdruck und Spiegelbild der bundesdeutschen Sozialgeschichte. Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche.

Zur Zukunft der städtischen Bühnen

20. Juni - 6. September 2020

Mehr als 50 Jahre nach der Eröffnung der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz steht die Stadt Frankfurt vor der Frage: Wie geht es weiter mit den Städtischen Bühnen?

Campus Deutsche Bundesbank

16. Juli - 18 Oktober 2020

Die Deutsche Bundesbank macht ihre Zentrale in Frankfurt am Main fit für die Zukunft. Das markante Hauptgebäude aus dem Jahr 1972 wird kernsaniert. Zudem entstehen auf dem Gelände weitere Bürogebäude, um Platz für alle Beschäftigten der Zentrale zu schaffen. Die Bundesbank hatte 2018 die Entwicklung eines Gestaltungskonzepts für den künftigen Campus europaweit ausgeschrieben. Der Bundesbank-Vorstand entschied sich für das Konzept des Frankfurter Architekturbüros Ferdinand Heide, das mit einer Mischung aus Modernität, Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit überzeugte.


Caricatura-Museum

www.caricatura-museum.de

Beste Bilder - Die Cartoons des Jahrzehnts

13. Februar bis 20. September 2020

Jahr für Jahr erweisen sich CartoonistInnen als scharfe Chronisten: Sie skizzieren die Geschehnisse, so wie sie waren, spiegeln Höhepunkte, Skandale sowie den herrschenden Zeitgeist wider – und das mit den Mitteln von Nonsens, Kritik und Humor. Zum zehnjährigen Jubiläum der Cartoonband-Reihe „Beste Bilder“ (Lappan-Verlag) zeigt das Caricatura Museum Frankfurt die Schau „Beste Beste Bilder“ und würdigt darin über 80 KünstlerInnen, darunter die Preisträger des „Deutschen Cartoonpreises“ seit 2016. Die komische Dekaden-Rückschau ermöglicht einen Gang durch politische Umbrüche, gesellschaftsrelevante Themen, nie enden wollende Diskussionen, permanente Lebensthemen – und das alles in Zeichnungen mit satirischer Perspektive und gekonnten Pointen. Der Cartoon als Witzzeichnung in einem Bild rückt in dieser Ausstellung in den Mittelpunkt und trifft die Ereignisse mit dem Nagel auf den Kopf


Deutsches Filmmuseum

www.deutschesfilmmuseum.de

The Sound of Disney
1928-1967

7. August 2020 bis 10. januar 2021

Sonderausstellung des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum zur Klangwelt der klassischen Disney-Animationsfilme aus den Jahren 1928 bis 1967.

Der Sound, das ist Motor und Seele des Animationsfilms. Walt Disney, der bereits zu Zeiten des Stummfilms begonnen hatte, kurze Filme zu animieren, war einer der Ersten, der das begriff und in der Folge zum wichtigsten Trickfilmproduzenten der Welt wurde.

Mit The Sound of Disney präsentiert das DFF von Freitag, 7. August 2020, bis Sonntag, 10. Januar 2021, eine Ausstellung zur Klangwelt der Disney Klassiker. Untersucht wird der Einsatz von Musik, Geräuschen und Dialogen in den Originalfilmen sowie in vielen Synchronfassungen. Der Betrachtungszeitraum reicht von kurzen Micky Maus Cartoons und Filmen aus der beliebten Reihe „Silly Symphonies“ aus den 1920er und 30er Jahren bis hin zu den abendfüllenden Meisterwerken, die zu Walt Disneys Lebzeiten (1901 – 1966) entstanden sind: von SNOW WHITE AND THE SEVEN DWARFS (US 1937) bis zu THE JUNGLE BOOK (US 1967).


Frankfurter Kunstverein

www.fkv.de

How to Make a Paradise - Sehnsucht und Abhänigkeit in generierten Welten

27. März bis 16. August 2020

Teilnehmende KünstlerInnen: Tega Brain, Julian Oliver & Bengt Sjölén, Elisabeth Caravella, Kate Crawford & Vladan Joler, Fleuryfontaine, Keiken + George Jasper Stone, Jakob Kudsk Steensen, Lauren Lee McCarthy, Jaakko Pallasvuo, Julien Prévieux

Edmunds Urzeitreich
Eine Dinograbung in Frankfurt

4. Juni bis 25. Oktober 2020

Der Frankfurter Kunstverein ist Kooperationspartner der Ausstellung „Edmonds Urzeitreich – Eine Dinograbung in Frankfurt“ und hat das Künstlerkollektiv YRD.Works eingeladen, den Präsentationsraum zu entwerfen, in dem Wissenschaft erlebbar wird. Das Konzept umfasst den temporären Bau, in dem die WissenschaftlerInnen ihre Ergebnisse vorstellen werden, sowie die Neuinszenierung der Edmontosaurus-Mumie im Museum.

In dem eigens errichteten Bauwerk, das die Künstlergruppe YRD.Works in Kooperation mit dem Frankfurter Kunstverein umgesetzt hat, werden die BesucherInnen durch ein paläontologisches Präparationslabor geführt. Hier können sie bei der Untersuchung von Dinosaurierknochen zuschauen. Neben der Grabungssituation wird die Reise des „Bonebeds“ von Wyoming nach Frankfurt gezeigt und wissenschaftliches Arbeiten erlebbar gemacht


Historisches Museum Frankfurt

www.historisches-museum.frankfurt.de

Kleider in Bewegung
Frauenmode seit 1850

bis 24. Janaur 2021

Ende des 19. Jahrhunderts geriet die Gesellschaft in Bewegung – Standesschranken fielen, demokratische Kräfte forderten die Monarchien heraus, und durch Industrialisierung und Elektrifizierung entwickelten sich neue urbane Räume und Gesellschaftsmilieus. Dies zeigt sich im rasanten Wandel der Bekleidung, vor allem in der weiblichen Mode. Kleidung und die durch sie ermöglichte Körperbewegung drückten ganz wesentlich die veränderten Geschlechterrollen und Lebensverhältnisse in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik aus.

 

Schopenhauers Frankfurt

ab 30. Oktober 2019

Der Philosoph Arthur Schopenhauer, 1788 in Danzig geboren, entwarf in seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ das Bild eines blinden und irrationalen Willens als Kern allen Lebens. Mit seiner Philosophie befand er sich im Widerspruch zu herrschenden geistigen Strömungen, die vom Glauben an Vernunft und Fortschritt geprägt waren. Als in Berlin, wo er als Dozent an der Universität lehrte, die Cholera ausbrach, verließ er die Stadt und zog 1833 nach Frankfurt.


Institut für Stadtgeschichte

www.stadtgeschichte-ffm.de

Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren

4. Februar bis 8. November 2020

Frankfurt zeigte sich in den 1960er Jahren als eine Stadt im Wandel. Wirtschaftswunder und Wiederaufbau hatten die Mainmetropole zwar in den 1950er Jahren in neuem Glanz erstrahlen lassen, doch die baulichen Herausforderungen nach Kriegsende ließen sich nicht binnen 15 Jahre meistern. So sah sich Frankfurt in den 1960er Jahren weiterhin mit Wohnungsnot und Verkehrsfragen konfrontiert. Gleichzeitig drängten die Frankfurterinnen und Frankfurter in der gefestigten westdeutschen Demokratie auf mehr Mitbestimmung: in Bildungs- wie in Baufragen, bei Reformen, dem Umgang mit der eigenen Vergangenheit wie bei politischer Beteiligung.

Eberhard Steneberg: Zwischen allen Stühlen

3. Juni 2020 bis 9. Mai 2021

Ab Juni 2020 zeigt die Ausstellung „Eberhard Steneberg: Zwischen allen Stühlen“ eine Retrospektive der Werke des 1996 gestorbenen Malers aus der Sammlung Lambrette.

1914 in Weimar geboren, übersiedelte Steneberg 1947 in den Westen, wo er sich politische und geistige Freiheit für sein Schaffen erhoffte. 1951 ließ er sich in Frankfurt nieder und wirkte hier als freier Künstler und Kunsthistoriker. Mit seiner abstrakten Malerei orientierte sich Steneberg an Robert Delaunay und den Bauhauskünstlern, er nutzte Techniken von Lyonel Feininger – und schuf einen eigenen, faszinierenden Stil, mit leuchtenden Farben und einem Gegen- und Nebeneinander von unterschiedlichen Elementen. Die Abstraktion schützte sein OEuvre vor politischen oder ideologischen Zuschreibungen, aber unpolitisch war es nicht. So griff der Künstler die Spannungsverhältnisse auf, die das moderne Leben um ihn herum darbot.


Liebieghaus Skulpturensammlung

www.liebieghaus.de

Bunte Götter - Goldene Edition
Die Farben der Antike

30. Januar 2020 bis 17. Januar 2021

Die „Bunten Götter“ kehren zurück nach Frankfurt

Die Farbigkeit der antiken griechischen und römischen Skulptur begeistert seit mehr als 15 Jahren ein weltweites Publikum. Rund 3 Millionen Besucherinnen und Besucher konnten die „Bunten Götter“ in Museen weltweit erleben.

Die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentiert nun eine große, erweiterte Ausstellung, die einen neuen, differenzierten Blick auf das irritierende Phänomen der Statuenpolychromie ermöglicht. „BUNTE GÖTTER – GOLDEN EDITION. Die Farben der Antike“ zeigt über 100 Objekte aus internationalen Museumssammlungen und dem Bestand des Liebieghauses, darunter 60 Rekonstruktionen aus den letzten Jahren, aber auch einige aus dem 19. Jahrhundert, sowie 22 Grafiken.
Seitdem die Ausstellung „BUNTE GÖTTER“ 2008 erstmals in Frankfurt zu sehen war, hat sich die Anzahl der von dem Forschungsteam erarbeiteten Rekonstruktionen verdoppelt und neue Aspekte wie etwa die Farbigkeit antiker Bronzen sind hinzugekommen.


Museum für Angewandte Kunst

www.angewandtekunst-frankfurt.de

Meet Asian Art: Von Drachen, Einhörnern und Mondhasen
Tierische und mythische Wesen im alten China

24. Oktober 2019 - 30 August 2020

Die Welt der Kreaturen gehört zu den faszinierendsten Gebieten der visuellen Kultur Chinas. Die Darstellung von Natur, besonders aber auch der Tiere, ist schon seit rund 2.500 Jahren zu den wichtigsten Ausdrucksformen im Reich der Mitte.

Dabei treten mythisch-fiktive Kreaturen noch häufiger in Erscheinung als Abbilder der realen Tierwelt. Bereits zwischen dem 4. und 2. Jh. v. Chr. erscheint das auf älterer mündlicher Überlieferung basierende Buch Shanhaijing 山海經 („Klassiker der Berge und Meere“), in dem in enzyklopädischer Aufstellung Hunderte von Sagentieren und kuriosen Wesen vorgestellt werden.

Aus der umfangreichen Asiatischen Sammlung im Museum Angewandte Kunst zeigt diese Präsentation ausgewählte Beispiele aus unterschiedlichsten Materialien, die mehr als 2.000 Jahre chinesischer Kultur- und Geistesgeschichte widerspiegeln.

Anette Lenz
à propos

2. Juli 2020 bis 3. Januar 2021

Die in Paris lebende deutsche Grafikdesignerin Anette Lenz zählt zu den einflussreichsten Gestalter*innen der Gegenwart. Aus einem Misstrauen gegenüber kommerzieller Werbung heraus hat sie neue Strategien für die visuelle Kommunikation im öffentlichen Raum entwickelt. Ihr teilweise anarchisches, immer lustvolles und experimentelles Spiel mit Typografie, Farbe, Fotografie und Film brachte außergewöhnliche Plakatserien, Bücher, Ausstellungsdesigns und visuelle Identitäten mehrerer französischer Städte, Theater und Museen hervor. In einer nach wie vor männlich dominierten und von ökonomischen Faktoren bestimmten Kommunikationswelt vertraute sie stets auf die eigene Einmaligkeit, wodurch sie zur Vorreiterin einer neuen Generation von Grafikdesignerinnen geworden ist.

Life doesn't frighten me
Michelle Elie wears Comme des Garcon

3. April bis 1. November 2020

Kleidung wird durch kulturellen Kontext zu Mode. Die japanische Designerin Rei Kawakubo gründete 1969 ihr Modelabel Comme des Garçons (deutsch: Wie Jungs). Bis heute geht es ihr nicht darum zu gefallen, sondern spielerisch und lustvoll den männlichen, durch westliche Schönheitsideale gelenkten Blick zu stören. Konventionen der Schnittkunst bricht Kawakubo durch Dekonstruktion, Verschiebung, Zerstörung und Ausbuchtungen ohne Rücksicht auf Körperformen. Träger*innen eignen sich die Kleidobjekte an, bringen sie in ihren je eigenen Kontexten zum Leben, nicht ohne Aufsehen zu erregen. Comme des Garçons widerspricht der Norm, fällt auf und provoziert nicht selten.


Museum für moderne Kunst

www.mmk-frankfurt.de

Frank Walter
Eine Retrospektive

16. Mai bis 15. November 2020

Im Dialog mit JOHN AKOMFRAH, KHALIK ALLAH, KADER ATTIA, MARCEL BROODTHAERS, JULIEN CREUZET, BIRGIT HEIN, ISAAC JULIEN, KAPWANI KIWANGA, CAROLYN LAZARD, JULIA PHILLIPS, HOWARDENA PINDELL, ROSEMARIE TROCKEL

„Our crown has already been bought and paid for. All we have to do is wear it.“ James Baldwin

Es gibt keinen typischen Frank Walter. Sein malerisches Spektrum ist frei und weit. Sein Blick ist der eigene. Sein Werk scheint in Opposition zu den permanenten Zuschreibungen bezüglich Rassifizierung und Nation zu stehen, denen er sein Leben lang ausgesetzt war. Seine kosmologischen Malereien erstrahlen transzendental, seine abstrakten Werke sind systematisch, seine figurative Malerei besticht in ihrer Individualität und seine Landschaften erstarken in klaren Abstraktionen. Alle Arbeiten sind von ausgefallener Klarheit und Direktheit. Die Konzentration, die auch auf die Größe der Werke zurückzuführen ist, eröffnet einen unverstellten Zugang. So vielschichtig Frank Walters Themen sind, so unterschiedlich sind seine Materialien. Er schuf Arbeiten auf Holz, Masonit, Pappe, Papier, Linoleum oder Rückseiten von Fotografien, malte und zeichnete mit Ölfarben, Tempera, Wasserfarben, Bunt- und Bleistiften, Schellack, Glitzer. Wenn er nicht malte, dann schrieb er, wenn er nicht schrieb, fertigte er Tonaufnahmen an. Walter schuf in einer unglaublichen Intensität, die auch in seinem Werk sichtbar und spürbar ist. Allein in der Kunst war er frei. Frei von der Brutalität, die in den Zuschreibungen des Normativen lag und die außerhalb seines Kunstschaffens permanent anwesend war. Der damit verbundene subversive Akt war für Frank Walter die einzige Möglichkeit, den Anspruch zu erheben, ein eigenes, selbstbestimmtes und selbstdefiniertes Leben zu führen.
Das Werk des in Antigua und Barbuda geborenen Künstlers Frank Walter (1926–2009) umfasst zahlreiche Malereien, Zeichnungen, Skulpturen und Schriften, die nun erstmals in einem Museum präsentiert werden.
Die Arbeiten von John Akomfrah, Khalik Allah, Kader Attia, Marcel Broodthaers, Birgit Hein, Isaac Julien, Julia Phillips, Howardena Pindell und Rosemarie Trockel zeugen von der Geschichte und Gegenwart des Kolonialismus in der Karibik sowie den geistesgeschichtlichen Kontexten des kolonialen und postkolonialen Denkens. Sie thematisieren das visuelle Regime von Rassismen, die auch im exotisierenden Blick Ausdruck finden und beschreiben die Komplexität von Identität, Klasse und Rassifizierung. Eigens für die Ausstellung haben Julien Creuzet, Kapwani Kiwanga und Carolyn Lazard neue Werke geschaffen.


Museum Giersch der Goethe-Universität

www.museum-giersch.de

Die Welt im Bildnis.
Porträts, Sammler und Sammlungen in Frankfurt von der Renaissance bis zur Aufklärung

12. Mai bis 13. September 2020

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Städel-Kooperationsprofessur und Studierenden am Kunst geschichtlichen Institut der Goethe-Universität.

Die Faszination des Porträts, die sich in unserer Gegenwart in massenhaft digital verbreiteten Porträts und »Selfies« ausdrückt, hat Tradition. Die Ausstellung blickt in die Geschichte und widmet sich der Bildniskunst in Frankfurt von der Renaissance bis zur Aufklärung. In der bürgerlichen Kultur jener Zeit waren Porträts Mittel der sozialen Selbstdarstellung, Ausdruck einer ständischen Gesellschaftsordnung und zeitgenössischen Wissenskultur, aber auch Gegenstand der Sammelleidenschaft an sich.


Städel Museum

www.staedelmuseum.de

En passant

Impressionismus in Skulptur

19. März bis 25. Oktober 2020

Der Impressionismus fasziniert auch anderthalb Jahrhunderte nach seiner Entstehung weltweit. Vor allem die Malerei mit ihrem lockeren, skizzenhaften Pinselfluss, der reichen und hellen Farbpalette und den alltäglichen Sujets vermittelt ein Gefühl von Aufbruch und Modernität. Bis heute weniger erforscht und einem breiten Publikum unbekannt ist hingegen die Vielfalt des Impressionismus in der Skulptur. Dabei ist es historisch belegt, dass die Diskussion über den Impressionismus in der Skulptur mit der Präsentation von Edgar Degas’ Werk Kleine vierzehnjährige Tänzerin (1878/81) auf der sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 in Paris ihren Anfang nahm.

Städels Erbe

13. Mai bis 16. August 2020

Meisterzeichnungen aus der Sammlung des Stifters

Ottilie W. Rodenstein

19. Mai bis 5. September 2020

Ottilie W. Roederstein (1859–1937) widmete ihr ganzes Leben der Kunst und erlangte als erfolgreiche Porträtmalerin finanzielle Unabhängigkeit, wie sonst nur wenige Künstlerinnen ihrer Zeit. Ihrem Werk widmet sich nun eine Sonderausstellung des Städel Museums in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich. Die Gemälde Roedersteins erlangten internationale Beachtung. Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, England sowie der Schweiz zeigten die Arbeiten der Malerin. Trotzdem sind Werk und Person heute fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Nach mehr als 20 Jahren zeigt eine erste monographische Werkschau in Deutschland und der Schweiz das vielfältige Oeuvre der Künstlerin.


Weltkulturen Museum

www.weltkulturenmuseum.de

WELTENBEWEGEND. Migration macht Geschichten

bis 31. Januar 2021

Auf der ganzen Welt sind und waren Menschen in Bewegung. Mit ihnen wandern auch Lebensstile, Sprachen, Musik, Kunst und Handwerk.

Vieles, was für eine Kultur als „authentisch“ gilt, erweist sich auf den zweiten Blick als „Import“. Ausgehend von den eigenen Sammlungen greift das Weltkulturen Museum assoziativ Fragen auf, die zeigen, wie die verschiedenen Kulturen der Welt schon seit jeher im Austausch stehen: Ob historische Siedlungsbewegungen, Arbeitsmigration oder Globalisierung – Menschen und damit auch ihre unterschiedlichen Kulturen stehen in stetigem Austausch. Ist Migration wirklich nur Ursache von Problemen oder vielmehr wichtiger Motor für neue Wege des Zusammenlebens in einer sich ständig verändernden Welt?

Künstler*innen und Beteiligte:
Adams Bodomo, Behrouz Boochani and Arash Kamali Sarvestani, Artist Collective Teru, Shahram Entekhabi, Edzard Herlyn and Thomas Hoeren, Junges Schauspiel Frankfurt, Karinding Keos, Phyllis Kiehl, Ella Knorz, Mansuela, Gora Mbengue, Yasemin Niephaus, José Oliveira, participants of the workshop „stories that matter“, Rajery and 3MA, Safransirup, Wiparat Sukatorn, Felix Schwarz, Takayuki Tamura, Daniel Traub with Wu Yong Fu and Zeng Xian Fang, Cliff Whitin


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