Museen und Ausstellungen

Deutsches Architekturmuseum

www.dam-online.de

Paulskirche

Ein Denkmal unter Druck

7. September 2019 - 16. Februar 2020

In der Hoffnung auf Frankfurt als neue bundesdeutsche Hauptstadt wurde 1947\48 die kriegszerstörte Paulskirche als potenzieller Parlamentssitz wieder aufgebaut. Unter Federführung von Rudolf Schwarz entstand ein bewusst nüchterner Raum, der für das Eingeständnis der Schuld und den demokratischen Neubeginn steht. Inzwischen ist die Paulskirche ein Festsaal, von dem bundesweite Debatten ausgehen, dessen architektonische Qualität aber selten gewürdigt wird.
Die Ausstellung schildert die Baugeschichte von 1786 bis heute entlang der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Strömungen. Gezeigt werden zahlreiche historische und aktuelle Fotos sowie Entwurfszeichnungen aus der Sammlung des DAM. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Umbauten in den 1960er- und 1980er-Jahren samt den begleitenden Rufen nach Rekonstruktion eines Vorkriegszustandes, die auch heute anlässlich einer anstehenden Sanierung wiederkehren.

Böhm 100: Der Beton-Dom von Neviges

18. Januar – 26. April  2020
Gottfried Böhms 100. Geburtstag ist am 23.1.2020. Das wollen wir feiern: mit einer konzentrierten Ausstellung, die der Wallfahrtskirche in Neviges gewidmet ist, einem seiner bekanntesten Bauten. Zwischen 1963 und 1968 entstand ein Beton-Dom, der von den Franziskanermönchen als zweitgrößte Kirche im Erzbistum Köln in Auftrag gegeben wurde. Gegenwärtig wird das gefaltete Dach mit einer innovativen Textilbetonschicht saniert. 2005 und 2006 fanden im Deutschen Architekturmuseum große Ausstellungen zum Werk von Gottfried Böhm und seinem Vater Dominikus Böhm statt. Nun werden neue Archivfunde aus der Entstehungszeit der Wallfahrtskirche präsentiert und mit einem Ausblick auf die Zukunft verbunden. Ein umfangreiches Vortragsprogramm führt, unter anderem, die drei als Architekten tätigen Söhne Böhms zusammen, gibt Einblicke in die Technik der Betoninstandsetzung und bringt auch den Film „Die Böhms – Architektur einer Familie“ wieder nach Frankfurt.

Interim Oper Frankfurt

25. Januar – 23. Februar  2020 

Wie kann ein Interimsgebäude für eine Oper aussehen? In Frankfurt ist dies eine der Fragen rund um die Zukunft der Städtischen Bühnen. Der Workshop der aac Academy for Architectural Culture widmete sich weiteren Fragen: Kann sich die Oper im Interim weiter öffnen und Einblicke hinter die Kulisse gewähren? Lassen sich mit einem Interim neue Zuhörer gewinnen? Wie wird das Interim im Sinne der Nachhaltigkeit weiter genutzt? Unter der Leitung von Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz wurden Lösungen entwickelt für ein zeitgemäßes Opern-Interim an der Bockenheimer Warte, welches im Ensemble mit dem Bockenheimer Depot einen öffentlichen Kulturplatz definieren könnte.
Eine Ausstellung der aac Academy for Architectural Culture, Hamburg, mit Unterstützung des Dezernats für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main. Die aac ist eine Einrichtung der gmp-Stiftung.

Neue Bühne(n) am Willy-Brandt-Platz

25. April – 24. Mai  2020 

Sanierung oder Neubau? Die Zukunft der Städtischen Bühnen hat in Frankfurt bereits für viele Diskussionen gesorgt. Diesen Fragen haben sich Studierende des Master Architektur der Frankfurt UAS gewidmet. Unter Leitung des Architekten Prof. Jean Heemskerk entstanden sowohl Entwürfe für beide Spielstätten oder auch nur für eine. Von der expressiven Großskulptur im städtebaulichen Zusammenhang, über Teilsanierung der bestehenden Theaterdoppelanlage bis zu einem Bühnenhochhaus als weltweites Alleinstellungsmerkmal in Frankfurt.
Wettbewerb und Ausstellung wurden mit der Unterstützung des Dezernats für Kultur und Wissenschaft sowie der Frankfurt University of Applied Sciences realisiert.

Die Neue Heimat (1950-1982)

14. März – 2. August    

Die Neue Heimat war der größte und bedeutendste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat das Gewerkschaftsunter-nehmen mehr als 400.000 Wohnungen geplant und ausgeführt. Die Projekte der Neuen Heimat sind sowohl Ergebnis eines einzigartigen Zusammenspiels von wirtschaftlichen Interessen und Politik, als auch Ausdruck und Spiegelbild der bundesdeutschen Sozialgeschichte. Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche.

the Playground Project

9. November 2019 - 21. Juni 2020

Zwischen 1950 und 1980 war der Spielplatz ein kreatives Labor. In den Städten der Industrienationen entstanden innovative, ver-rückte und aufregende Projekte: Landschaftsarchitekten, Künstler, Aktivisten und Bürger wollten Kindern den besten Spielort zur Verfügung stellen und zugleich Gemeinschaft und Stadt neu denken. Ausgehend von den Pionieren neuer Spielplatzkonzepte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts macht The Playground Project den Reichtum dieser Zeit erlebbar – durch Bilder, Modelle, Pläne, Bücher und zahlreiche Filme aber auch durch Spielskulp-turen zum Kriechen, Rutschen und Verstecken. Alle, ob Kinder, Eltern, Spielraumplaner, Pädagogen, Architekten oder Studenten, sind willkommen, den Spielplatz von Gestern zu entdecken und sich jenen von Morgen auszudenken. The Playground Project wurde von Gabriela Burkhalter für die Kunsthalle Zürich kuratiert und für das Deutsche Architekturmuseum aktualisiert und ergänzt.


Schätze aus dem Schutt - 800 Jahre St. Leonhard

verlängert bis 1. März 2020

2019 feiert die Leonhardkirche ihr 800-jähriges Jubiläum. Das Dommuseum zeigt zusammen mit dem Archäologischen Museum und der städtischen und staatlichen Denkmalpflege herausragende Funde, die bei der archäologischen Grabung während der Sanierung der Kirche gemacht wurden. Zum ersten Mal sind die Skulpturen und Glasfragmente, Pilgermuscheln und Alltagsgegenstände zu sehen und erzählen aus der Geschichte von St. Leonhard –einer der schönsten Kirchen Frankfurts.


Historisches Museum Frankfurt

www.historisches-museum.frankfurt.de

Kein Leben von der Stange. GEschichten von Arbeit, Migration und Familie

28. Novemeber 2019 bis 5. April 2020

Migration ist der Normalfall der Geschichte. Alle Gesellschaften sind wesentlich durch Migrationsgeschichten geprägt. In Frankfurt hat heute über die Hälfte der Bevölkerung einen sogenannten „Migrationshintergrund“, bei Kindern sind es sogar über 70 Prozent. Dennoch ist Migrationsgeschichte noch kein selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur. Mit der Stadtlabor-Ausstellung „Kein Leben von der Stange. Geschichten von Arbeit, Migration und Familie“ rücken wir die Erfahrungen und Erinnerungen von Arbeitsmigrant*innen in den Mittelpunkt, von den "Gastarbeiter*innen" der 1960er Jahren bis zu den "Expats" der Gegenwart. In einem partizipativen Prozess untersuchen wir, wie die staatlich gelenkte Arbeitsmigration des 20. Jahrhunderts diese Familien und unser heutiges Selbstverständnis als kulturell diverse Stadt geprägt hat.

Schopenhauers Frankfurt

ab 30. Oktober 2019

Der Philosoph Arthur Schopenhauer, 1788 in Danzig geboren, entwarf in seinem Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ das Bild eines blinden und irrationalen Willens als Kern allen Lebens. Mit seiner Philosophie befand er sich im Widerspruch zu herrschenden geistigen Strömungen, die vom Glauben an Vernunft und Fortschritt geprägt waren. Als in Berlin, wo er als Dozent an der Universität lehrte, die Cholera ausbrach, verließ er die Stadt und zog 1833 nach Frankfurt.


Institut für Stadtgeschichte

www.stadtgeschichte-ffm.de

Gerd Winter: Farbfelder

bis 16. Februar 2020

Gerd Winter (* 1951), Meisterschüler der Frankfurter Städelschule, verbindet in seiner Farbfeldmalerei gestische Abstraktion mit meditativer Stille. Auf der Suche nach Schönheit, nach gültiger ästhetischer Form, letztendlich nach Wahrhaftigkeit bedeutet ihm die Präsenz der Farbe immer auch die Gegenwart eines großen Geheimnisses. So öffnen sich seine Bilder zu weiten Ausblicken als Fenster zur geistigen Welt.

Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren

4. Februar bis 8. November 2020

Frankfurt zeigte sich in den 1960er Jahren als eine Stadt im Wandel. Wirtschaftswunder und Wiederaufbau hatten die Mainmetropole zwar in den 1950er Jahren in neuem Glanz erstrahlen lassen, doch die baulichen Herausforderungen nach Kriegsende ließen sich nicht binnen 15 Jahre meistern. So sah sich Frankfurt in den 1960er Jahren weiterhin mit Wohnungsnot und Verkehrsfragen konfrontiert. Gleichzeitig drängten die Frankfurterinnen und Frankfurter in der gefestigten westdeutschen Demokratie auf mehr Mitbestimmung: in Bildungs- wie in Baufragen, bei Reformen, dem Umgang mit der eigenen Vergangenheit wie bei politischer Beteiligung.


Liebieghaus Skulpturensammlung

www.liebieghaus.de

Bunte Götter - Goldene Edition
Die Farben der Antike

30. Januar bis 30. August 2020

Die „Bunten Götter“ kehren zurück nach Frankfurt

Die Farbigkeit der antiken griechischen und römischen Skulptur begeistert seit mehr als 15 Jahren ein weltweites Publikum. Rund 3 Millionen Besucherinnen und Besucher konnten die „Bunten Götter“ in Museen weltweit erleben.

Die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentiert nun eine große, erweiterte Ausstellung, die einen neuen, differenzierten Blick auf das irritierende Phänomen der Statuenpolychromie ermöglicht. „BUNTE GÖTTER – GOLDEN EDITION. Die Farben der Antike“ zeigt über 100 Objekte aus internationalen Museumssammlungen und dem Bestand des Liebieghauses, darunter 60 Rekonstruktionen aus den letzten Jahren, aber auch einige aus dem 19. Jahrhundert, sowie 22 Grafiken.
Seitdem die Ausstellung „BUNTE GÖTTER“ 2008 erstmals in Frankfurt zu sehen war, hat sich die Anzahl der von dem Forschungsteam erarbeiteten Rekonstruktionen verdoppelt und neue Aspekte wie etwa die Farbigkeit antiker Bronzen sind hinzugekommen.


Museum für Angewandte Kunst

www.angewandtekunst-frankfurt.de

Meet Asian Art: Von Drachen, Einhörnern und Mondhasen
Tierische und mythische Wesen im alten China

24. Oktober 2019 - 30 August 2020

Die Welt der Kreaturen gehört zu den faszinierendsten Gebieten der visuellen Kultur Chinas. Die Darstellung von Natur, besonders aber auch der Tiere, ist schon seit rund 2.500 Jahren zu den wichtigsten Ausdrucksformen im Reich der Mitte.

Dabei treten mythisch-fiktive Kreaturen noch häufiger in Erscheinung als Abbilder der realen Tierwelt. Bereits zwischen dem 4. und 2. Jh. v. Chr. erscheint das auf älterer mündlicher Überlieferung basierende Buch Shanhaijing 山海經 („Klassiker der Berge und Meere“), in dem in enzyklopädischer Aufstellung Hunderte von Sagentieren und kuriosen Wesen vorgestellt werden.

Aus der umfangreichen Asiatischen Sammlung im Museum Angewandte Kunst zeigt diese Präsentation ausgewählte Beispiele aus unterschiedlichsten Materialien, die mehr als 2.000 Jahre chinesischer Kultur- und Geistesgeschichte widerspiegeln.


Museum für moderne Kunst

www.mmk-frankfurt.de

Museum

17. August 2019 - 16. Februar 2020

Ein Museum der Gegenwart muss immer ein anderes sein. Die Ausstellung Museum versucht in einer Zeit des permanenten Wandels und begleitender Ohnmacht andere Räume zu öffnen und zu besetzen. Nicht die kritische Hinterfragung der Institution selbst steht im Mittelpunkt, sondern ihre Möglichkeiten.

Mit Werken aus der Sammlung, Neuproduktionen und Leihgaben möchte die Ausstellung Museum heutige Freiheitsräume der Kunst und damit des gegenwärtigen Museums öffnen, um mit Gesten der Transformation, Transgression und Gestaltung das Andere zu denken und erfahrbar zu machen.


Museum Giersch der Goethe-Universität

www.museum-giersch.de

Georg Heck (1897 - 1982)

Retrospektive

10. Oktober 2019 - 9. Februar 2020

Der Frankfurter Georg Heck gehört zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Vor dem Hintergrund einer wechselvollen Biographie, die das Erleben von zwei Weltkriegen und Diktatur umfasste, entwickelte er ein Werk von großer Eigenständigkeit. Zunächst Schüler von Max Beckmann, dann als »entartet« verfemt, gelangte Heck in seinem Nachkriegswerk zu einer beeindruckenden Gestaltungskraft zwischen Abstraktion und Figuration. Insbesondere im Medium des Holzschnittes schuf er kraftvolle Meisterwerke. Georg Heck war Mitglied der Darmstädter und der Frankfurter Sezession sowie des Frankfurter Kreises. Die umfassende Retrospektive veranschaulicht anhand von Gemälden und Graphiken die Bedeutung dieses Künstlers und stellt zugleich sein Schaffen in seinen Bezügen vor. Begleitend ermöglicht ein von der Aventis Foundation gefördertes Digitalprojekt mit Zeitzeugeninterviews et cetera eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem heute vergessenen Künstler und seinem Œuvre.


Städel Museum

www.staedelmuseum.de

Making van Gogh

23. Oktober 2019 - 16. Februar 2020

Im Zentrum der Ausstellung steht die Entstehung des „Mythos van Gogh“ um 1900 sowie die Bedeutung seiner Kunst für die Moderne in Deutschland. Gezeigt werden mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier. Den Kern bilden 50 zentrale Werke von Vincent van Gogh aus allen Schaffensphasen. Es ist die umfangreichste Präsentation mit Werken des Malers seit fast 20 Jahren in Deutschland.

En passant
Impressionismus in Skulptur

19. März bis 28. Juni 2020

Der Impressionismus fasziniert auch anderthalb Jahrhunderte nach seiner Entstehung weltweit. Vor allem die Malerei mit ihrem lockeren, skizzenhaften Pinselfluss, der reichen und hellen Farbpalette und den alltäglichen Sujets vermittelt ein Gefühl von Aufbruch und Modernität. Bis heute weniger erforscht und einem breiten Publikum unbekannt ist hingegen die Vielfalt des Impressionismus in der Skulptur. Dabei ist es historisch belegt, dass die Diskussion über den Impressionismus in der Skulptur mit der Präsentation von Edgar Degas’ Werk Kleine vierzehnjährige Tänzerin (1878/81) auf der sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 in Paris ihren Anfang nahm.


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