Museen und Ausstellungen

Deutsches Architekturmuseum

www.dam-online.de

DIE IMMER NEUE ALTSTADT – Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900

22. September 2018 – 10. März 2019

Kein anderes Areal in Frankfurt weist eine ähnlich reiche Geschichte an Architektur und deren Instrumentalisierung für Identität und Tradition auf, wie der Altstadtkern zwischen Dom und Römer. Der Einzug der Moderne forderte um 1900 ein neues Rathaus und den Braubachstraßendurchbruch. Pläne der Ernst May-Ära, um der desolaten Lage in dem hochverdichten Gebiet entgegenzuwirken, setzten später die Nationalsozialisten unter dem Begriff „Altstadtgesundung“ um. Nach ihrer Zerstörung 1944 entbrannte um die Altstadt ein heftiger Rekonstruktionsstreit. In den 1950er Jahren entstanden moderne Bauten und 1974 das Technische Rathaus. Eine erste Rekonstruktion fand 1983 am Römerberg statt — zeitgleich hielt mit der Schirn und der Saalgasse die Postmoderne ihren Einzug. Mit dem Abrissurteil für das Technische Rathaus setzte 2005 eine Kontroverse um die Neubebauung ein. Wie aus dieser die neue Altstadt hervorging, ist eine zentrale Frage der Ausstellung. Der Gang durch die Geschichte zeigt dabei die Bandbreite der häufig wiederkehrenden Debatte über (Altstadt)Rekonstruktion


Caricatura-Museum

www.caricatura-museum.de

Ernst Kahl

7. Februar -  12. Mai 2019

Ernst Kahl wird am 11. Februar 70 Jahre alt. Er studierte an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste und arbeitet als Zeichner, Maler, Autor, Lyriker, Musiker, Drehbuchschreiber und Schauspieler. Sein vielseitiges Werk beinhaltet Malerei auf Leinwand, Aquarelle, Zeichnungen und Mischtechniken verschiedenster Art, bearbeitete Fotos und Fotoromane, Objekte und Installationen, Drehbücher, Filme, Texte und Musik. Er bedient sich formal sowohl des prächtigen Tafelbilds als auch des Cartoons und der Bildergeschichte und adaptiert für seine Zwecke die verschiedensten Bildgattungen und Motive der sogenannten ‚Hochkunst‘.


Deutsches Filmmuseum

www.deutschesfilmmuseum.de

Hautnah. Die Filmkostüme von Barbara Baum

23. Oktber 2018 - 10.März 2019

Barbara Baum ist eine der renommiertesten Kostümbildnerinnen Deutschlands und entwirft seit fast 50 Jahren Kostüme für internationale und nationale Produktionen. Ab dem 23. Oktober 2018 präsentiert das Deutsche Filmmuseum Barbara Baums vielseitiges Schaffen erstmals in einer großen Werkschau. Neben 53 ihrer Original-Filmkostüme aus internationalen Ateliers werden auch Dokumente aus dem Arbeitsarchiv der Kostümbildnerin präsentiert, das seit 2015 vom Deutschen Filminstitut verwahrt wird.


Frankfurter Kunstverein

www.fkv.de

And This is Us: Junge Kunst aus Frankfurt

2. März - 12. Mai 2019

Vom 02. März bis zum 12. Mai 2019 richtet der Frankfurter Kunstverein mit „And This is Us: Junge Kunst aus Frankfurt“ seinen Fokus auf acht junge und aufstrebende Künstlerinnen und Künstler aus dem Rhein-Main Gebiet. Die Gruppenaustellung präsentiert Werke von Viviana Abelson, Jonas Brinker, Bertrand Flanet, Max Geisler, Hanna-Maria Hammari, Christian Leicher, Wagehe Raufi und Catharina Szonn.

Winter/Hörbelt: Die Große Illusion

28.09.2018 — 17.03.2019

Anlässlich des Altstadtfests hat der Frankfurter Kunstverein das in Frankfurt ansässige Künstlerduo Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt eingeladen, die ortsspezifische Installation „Die Große Illusion“ zu schaffen. Die Skulptur, die speziell als Außenprojekt für das nun älteste Haus der neuen Altstadt entworfen wurde, überschaut das neue Dom Römer-Areal und wird dort ein halbes Jahr lang den Besuchern des Areals öffentlich zugänglich sein.


Historisches Museum Frankfurt

www.historisches-museum.frankfurt.de

Frankfurter Spitzenarbeit - Mode von Toni Schiesser

8. September 2018 - 28. April 2019

Toni Schiesser war Frankfurterin durch und durch. Sie liebte ihre Heimatstadt und ihren Frankfurter Dialekt behielt sie trotz internationaler Karriere bei. Pariser Modeanregungen für eine anspruchsvolle, aber nicht unbedingt risikofreudige Kundschaft zu verarbeiten, war die Stärke der Frankfurterin. „Ich kann Ihne sache, die Franzose mache en Murks, mei Kundschaft deht mer des net abnemme!“ Ihre Wertschätzung im In- und Ausland hatte sie durch eine besondere Technik und Materialverarbeitung erworben. 1931 hatte sie ihr „Atelier für feine Damenmode“ mit 3 Näherinnen eröffnet. In den 1970er Jahren war der Betrieb auf 145 Mitarbeiter/innen angewachsen und damit das größte private Atelier mit dem höchsten Umsatz in Deutschland.
Das Historische Museum Frankfurt ehrt die Grande Dame der Frankfurter Modewelt mit einer Studioausstellung im 13. Sammlerraum. Den Grundstock der Präsentation bildet der Firmennachlass, den die spätere Firmeninhaberin Ingrid Wrobel dem Museum 2014 überließ. 2015 übergab die Tochter von Toni Schiesser dem Haus ein weiteres Kleidungskonvolut mit Couture-Modellen.


Institut für Stadtgeschichte

www.stadtgeschichte-ffm.de

Banker, Bordelle und Bohème: Stationen der Geschichte des Bahnhofsviertels

bis 7. April 2019

Die Ausstellung bringt Frankfurtern und Touristen gleichermaßen die spannende Geschichte des Viertels näher und nimmt dabei insbesondere die historische Entwicklung und den steten Wandel im Viertel in den Blick. Die stationsweise Reise beginnt mit dem Hochgericht auf dem Galgenfeld, führt über die Planungen für das moderne Vorzeigeviertel zu seinen prägenden Bauten wie dem Schumanntheater und der Hotellerie.


Museum für Angewandte Kunst

www.angewandtekunst-frankfurt.de

Moderne am Main 1919-1933

19. Januar - 14. April 2019

Das „Neues Frankfurt“ erschöpft sich nicht im bekannten, von Ernst May initiierten Wohnungsbauprogramm. Die Großstadtutopie umfasst ab den 1920er Jahren einen universalen Anspruch im Mode-, Interieur-, Industrie-, Produkt- und Kommunikationsdesign. Mit neuen Formen durchdringen die angewandten und freien Künste alle Bereiche des menschlichen Lebens. Entscheidende Protagonisten sind die wiedererstandene Messe, das städtische Hochbauamt sowie die Kunstschule Frankfurt, die unter Fritz Wichert eine bedeutende Neuausrichtung erfährt.
Die Ausstellung zeichnet ein facettenreiches Bild von diesem Aufbruch in Produkt-, Raum- und Werbegestaltung, Mode, Musik, Film und Fotografie und macht mit den kreativen Netzwerken der Mainmetropole vertraut. Sie setzt sich mit der Frage auseinander, ob und in welcher Weise grundlegende gesellschaftliche Veränderungen auch einen ästhetischen Wandel mit sich bringen sollten und wie das Neue in die Welt kommt.

Contemporary Muslim Fashions

5. April - 15. September 2019

Nachdem die Schau in den Fine Arts Museums of San Francisco für Furore sorgte, wird sie in Frankfurt als erste Station in Europa gezeigt. Die Ausstellung präsentiert eine Momentaufnahme aktueller muslimischer Kleidungsstile aus aller Welt, mit einem Schwerpunkt auf dem Nahen Osten und Südostasien sowie Europa und den USA. Dabei reflektiert sie, wie Kleidung dem Ausdruck der vielen Facetten individueller, religiöser und kultureller Identität dient – und wie sie Identität prägt. Rund 80 Ensembles von etablierten und aufstrebenden Marken, ergänzt von Modefotografie und Laufstegvideos, zeigen die Raffinesse, mit der regionale Ästhetiken mit globalen Modetrends verwoben werden.


Museum für moderne Kunst

www.mmk-frankfurt.de

Cady Noland

bis 31. März 2019

Gewalt findet in der Moderne ihren Ausdruck nicht allein im sozialen Handeln, sondern auch in allgegenwärtigen Objekten, Anlagen und urbanen Strukturen. Die Härte der Aggression formiert sich in Formgebung wie Material. Die geometrische Strenge suggeriert Funktionalität, das zurückgeworfene Licht der metallischen Oberflächen schafft Distanz. Form, Glanz und Härte der widerständigen Materialien bezeugen Stärke und Macht und verleihen den Gegenständen eine unmittelbare Brutalität.

Bunny Rogers - Pextus Excavatum

26. Janaur - 28. April 2018

In ihrer Ausstellung Pectus Excavatum lässt die US-amerikanische Künstlerin Bunny Rogers (* 1990) eine Landschaft entstehen, in der Drinnen und Draußen, Bergspitzen und Meerestiefen ineinandergleiten und legt damit den Rahmen unserer so präzisen wie vereinfachten Vorstellungen von Natur offen, in denen Wissen und Erfahrung untrennbar mit der Imagination verbunden sind.


Museum Giersch der Goethe-Universität

www.museum-giersch.de

Faszination der Dinge. Werte weltweit in Archäologie und Ethnologie

bis 24. Februar 2019

Können Doktorarbeiten spannend, aktuell und allgemein verständlich sein? In spielerisch gestalteten, farbenfrohen Räumen stellen 14 Promovierende und zwei Postdocs der Fächer Archäologie und Ethnologie aus dem Graduiertenkolleg »Wert & Äquivalent« an der Goethe-Universität ihre Forschungsthemen vor und was sie daran so fasziniert: Wie verändert sich das Essverhalten von usbekischen Migranten in den USA, wie horteten die Römer ihr Geld ohne Bankautomaten, wie lebten und starben Götter in Mesopotamien und welches sind die Unterschiede im Umgang mit dem Tod in Ghana und bei uns?

Frobenius - Die Kunst des Forschens

24. Mrz - 14. Juli 2019

Die Ausstellung präsentiert mehr als 200 Bildwerke – ethnographische Bilder, Fotografien und Nachzeichnungen prähistorischer Felsbildkunst – aus der einzigartigen Sammlung des Frobenius-Instituts für kulturanthropologische Forschung in Frankfurt. Die Objekte, die auf den Expeditionen von Leo Frobenius (1873–1938) und seinen Nachfolgern nach Nord- und Südeuropa, Afrika, Indonesien und Australien im Zeitraum von 1904 bis 1964 entstanden, offenbaren eine faszinierende Verbindung von Kunst und Wissenschaft: Zeichner und Zeichnerinnen setzten sich kreativ mit dem Fremden auseinander und stellten ihre Kunstfertigkeiten in den Dienst der Ethnologie und der prähistorischen Forschung. Mit Werken von Willi Baumeister, Paul Klee und Wols wirft die Ausstellung überdies einen Blick auf die Bedeutung prähistorischer Kunst für die Moderne.


Schirn Kunsthalle Frankfurt

www.schirn-kunsthalle.de

Bruno Gironcoli. Prototypen einer neuen Spezies

14. Februar – 12. Mai 2019

Der Öster­rei­cher ist einer der wich­tigs­ten Bild­hauer seiner Gene­ra­tion. In einer persön­lich gefärb­ten Bild­spra­che schuf er ab den frühen 1960er-Jahren ein sehr eigen­wil­li­ges OEuvre. Mit immer neuen Werk­grup­pen gelang es ihm, eine jeweils unver­kenn­bare, über­ra­schende Spra­che zu finden. Der Mensch mit seinen Abgrün­den befand sich dabei im Zentrum der künst­le­ri­schen Arbeit. Giron­co­lis Ästhe­tik der Maßlo­sig­keit und der Opulenz, die stän­dig Wuche­run­gen und Schnör­kel ausbil­dete, hat unzäh­lige jüngere Künst­le­rin­nen und Künst­ler inspi­riert. In einer eindring­li­chen Ausstel­lung präsen­tiert die SCHIRN Ausschnitte aus Giron­co­lis Spät­werk. Die monu­men­ta­len Skulp­tu­ren erschei­nen wie Proto­ty­pen einer neuen Spezies, gefasst in glän­zende, verfüh­re­ri­sche Ober­flä­chen aus Gold, Silber und Kupfer. Fremd­ar­tig und doch vertraut sind sie mit ihren orga­ni­schen Formen und den Versatz­stü­cken einer Alltags­kul­tur, die sich häufig am Loka­len orien­tiert: Bald glaubt man ein Wein­fass zu erken­nen, eine Ähre, eine Wein­rebe. Dann wieder insze­niert Giron­coli einen selt­sa­men Aufmarsch von Säug­lin­gen oder eine impo­sante amei­sen­ar­tige Skulp­tur. Seine gran­dio­sen und irri­tie­ren­den Werke beein­dru­cken immer neue Gene­ra­tio­nen von Betrach­tern.


Städel Museum

www.staedelmuseum.de

Lotte Laserstein

19. September 2018 bis 17. März 2019

Durch sensibel gestaltete Porträts ihrer Zeitgenossen machte sich die Berliner Malerin Lotte Laserstein (1898–1993) in den späten Jahren der Weimarer Republik einen Namen. Erfolgreich beteiligte sie sich an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben. Ihre Kritiker fanden hymnische Worte für sie, bezeichneten sie als „leidenschaftliche Malernatur“ und bestätigten ihr „ein Können von beachtlichem Ausmaß“. Nach der frühen Anerkennung endete ihre Karriere jedoch schlagartig: Die politischen Bedingungen im Nationalsozialismus schlossen die Malerin mit jüdischem Hintergrund zunehmend aus dem öffentlichen Kulturbetrieb aus. 1937 musste sie Deutschland verlassen. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene geriet ihr Werk weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Heute gehört Lasersteins Œuvre zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre.

Tizian und die Renaissance in Venedig

13. Februar . 26. Mai 2019

Das Städel Museum widmet sich in der groß angelegten Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ mit über 100 Meisterwerken einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln die Künstler der Lagunenstadt eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Einer der wichtigsten Vertreter ist Tizian (um 1488/90–1576), der zeit seines Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene bleibt. Mit über 20 seiner Werke versammelt die Frankfurter Schau die umfangreichste Auswahl, die in Deutschland je gezeigt wurde. Darüber hinaus sind unter anderem Gemälde und Zeichnungen von Giovanni Bellini (1435–1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80–1528), Sebastiano del Piombo (um 1485–1547), Lorenzo Lotto (um 1480–1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19–1594), Jacopo Bassano (um 1510–1592) oder Paolo Veronese (1528–1588) zu sehen.

Picasso - Druckgafik als Experiment

3. April - 30. Juli 2019

Pablo Picasso (1881–1973) ist der Inbegriff des modernen Künstlergenies. Mit unermüdlicher Kreativität und Schaffenskraft bediente er sich scheinbar mühelos aller Gattungen, Techniken und Materialien und beschritt dabei häufig neue, unbekannte Wege. Die Graphische Sammlung des Städel Museums macht Picassos Erfindungsfreude ab dem 3. April 2019 am Beispiel seiner Druckgrafik anschaulich. Ob Radierung, Kaltnadel, Lithografie oder Linolschnitt, mit nie schwindender Neugier und Virtuosität eignete sich der Künstler unterschiedlichste Verfahren an und befragte auf immer neue, experimentelle Weise das einmal Gefundene. Mit einer Auswahl von etwa 60 Werken aus dem Bestand der Graphischen Sammlung des Städel Museums, ergänzt durch einige Leihgaben, gewährt die Ausstellung einen Einblick in das breite Spektrum von Picassos druckgrafischem Œuvre und verfolgt seinen innovativen Umgang mit Hoch-, Tief- und Flachdruck von den frühen Pariser Jahren bis ins Spätwerk.


Weltkulturen Museum

www.weltkulturenmuseum.de

Grey is the new pink - Momentaufnahmen des Alterns

bis 1. September 2019

Wer ist wo wann alt? Kann man der „Herausforderung Alter” optimistisch begegnen? Und welche Potenziale schlummern im Älterwerden?

Die weltweite demografische Entwicklung prognostiziert eine Zunahme an älteren Menschen in der Bevölkerung. Das Älterwerden spielt also nicht nur für den Einzelnen eine wichtige Rolle, sondern hat Auswirkungen auf gesellschaftliche und kulturelle Prozesse. Doch jede Generation altert anders. Und ab wann kann man überhaupt von „alt” sprechen? Auch wenn es weltweit einheitliche biologisch sichtbare Alterungsprozesse gibt, so weist doch jede Kultur in der Bestimmung von „Alter” ihre Unterschiede auf. Eine allgemeingültige Definition der Lebensphase „Alter” gibt es nicht. Wer ist also wo wann alt?


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