Neue Veröffentlichungen

Romana Sammern, Julia Saviello (Hg.) Schönheit - Der Körper als Kunstprodukt Kommentierte Quellentexte von Cicero bis Goya
Mit Texten von Ovid, Hildegard v. Bingen, Francesco Petrarca, Peter P. Rubens, Albrecht Dürer, Gian Lorenzo Bernini u. v. m. in deutscher Übersetzung.


Kein Körper ist von Natur aus vollkommen schön. Seit der Antike wurden immer neue Kunstgriffe ersonnen, um den menschlichen Körper an sich und in seiner künstlerischen Darstellung zu perfektionieren. Der Band versammelt Texte, die dieses Streben nach Schönheit bezeugen, von dessen Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.


Spätestens seit der berühmten Anekdote vom Bild der schönen Helena gilt körperliche Schönheit als ein Kunstprodukt. Für sein Bildnis der Helena soll der griechische Maler Zeuxis die fünf hervorragendsten Jungfrauen ausgewählt und von jedem Modell den jeweils schönsten Körperteil gemalt haben.
Nach dieser Vorstellung ist vollkommene Schönheit erst durch einen künstlichen Eingriff zu erzielen; das gilt sowohl für den lebendigen Körper als auch für sein künstlerisches Abbild. Kunst und Körperpflege stehen damit in einem spannungsvollen Wechselverhältnis. Denn die Grundlagen und Mittel zur Erzeugung und Steigerung von körperlicher Schönheit, die in beiden Bereichen zur Verfügung stehen, überschneiden, ergänzen und beeinflussen sich.
Das Buch beleuchtet dieses Wechselverhältnis anhand ausgewählter Grundlagentexte in deutscher Übersetzung, ergänzt um fundierte Kommentare zum historischen Kontext.


Gerade erschienen: Henning Engelke:
Metaphern einer anderen Filmgeschichte. Amerikanischer Experimentalfilm, 1940—1960
In den 1940er- und 1950er-Jahren entwickelte sich in den USA eine vielfältige und lebendige Experimentalfilmszene. Wie in kaum einem anderen Bereich verdichteten sich im Experimentalfilm Umbrüche von Filmästhetik, Kunstauffassungen, Epistemologie, Medienökonomie und Kulturpolitik. Auf der Grundlage bislang unerschlossener Quellen folgt das vorliegende Buch den Entwicklungslinien von ästhetischer Innovation, dem Streben der Experimentalfilmer um kulturelle Anerkennung und Institutionalisierung sowie ihrer Auseinandersetzung mit sich verändernden Medienumwelten.

Werkzeuge des Entwerfens Herausgegeben von Barbara Wittmann
Wer entwirft, versucht dem Unbekannten eine Form zu geben, er oder sie baut eine – durch graphische Repräsentationen und Modelle vermittelte – Brücke ins Nichts. Im modernen Sprachgebrauch benennt das »Entwerfen« nahezu alle Praktiken, die zum Einsatz kommen, wenn Bilder, Architekturen oder Maschinen projektiert werden. Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit der Geschichte und Theorie dieser Papier- und Modellabenteuer und untersuchen die Modi des entwerfenden Handelns, also jene Verfahrensweisen, die im Gebrauch der Instrumente und Modelle entwickelt werden.

Dabei erkunden die hier versammelten Portraits von Entwurfswerkzeugen die Exteriorität des Gestaltens, Bildens und Denkens in thematischer wie methodischer Hinsicht: zum einen in Bezug auf den Begriff des Werkzeugs, der einer kritischen Revision unterzogen wird; zum anderen in Bezug auf den Begriff des Entwerfens als einer Praxis, die den Künstler, Architekten, Ingenieur und Wissenschaftler, ja ganz allgemein das zukunftsoffene Subjekt der Neuzeit, kennzeichnet und begründet.

Diaphanes Verlag, 03/2018
ISBN 3035800391

Tagungsband Mimetische Praktiken in der neueren Architektur: Prozesse und Formen der Ähnlichkeitserzeugung Engelberg-Dočkal, Eva von, Krajewski, Markus und Lausch, Frederike (Hrsg.)
Praktiken des Zitierens, Kopierens, der Montage, des Rekonstruierens, der Analogiebildung und der Mimikry sind gängige Verfahren im architektonischen Alltag. Dennoch ist das Paradigma der Originalität bis heute beherrschend und verstellt oft den Blick auf mimetische Phänomene. Der Tagungsband versammelt zwölf im Jahr 2016 auf der Konferenz „Ähnlichkeit: Prozesse und Formen“ in der Bibliothek der Stiftung Werner Oechslin in Einsiedeln gehaltene Vorträge, ergänzt durch zwei Artikel der Herausgeberinnen. Der Fokus der Tagung lag auf aktuellen Forschungen zu Praktiken der Ähnlichkeitserzeugung in der neueren Architektur und wurde von Teilprojekten der DFG-SNF-Forschergruppe „Medien und Mimesis“ organisiert.
LINK: http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/221

Mimesis Bauen. Architektengespräche Engelberg-Dockal, Eva von, Lausch, Frederike, Meier, Hans-Rudolf und Ruhl, Carsten
Zitieren, Kopieren und Rekonstruieren sind gängige Verfahren im architektonischen Alltag. Anstatt sie zu verbergen, um den Originalitätsanspruch der Moderne zu wahren, werden sie in diesem Buch offengelegt.
Vier Architekten berichten im Gespräch mit den Herausgebern über mimetische Praktiken ihrer Entwurfsarbeit seit den 1990er Jahren. Der bewusst weit gespannte Rahmen umfasst sowohl formal-gestalterische Aspekte als auch prozessuale Formen der architektonischen Mimesis. Neben gängigen Analogiebildungen zum architektonischen Kontext, zu lokalen Bautraditionen oder zur Vorgängerbebauung finden anthropomorphe und biologische Bilder sowie philosophische Diskurse Beachtung. Die Gespräche spiegeln die zentrale Bedeutung mimetischer Praktiken für die neuere Architektur und Architekturtheorie wider und verstehen sich damit auch als Beitrag zur jüngsten Phase der Architekturgeschichte.

LINK: https://www.fink.de/katalog/titel/978-3-7705-6159-9.html

Markus Dauss: "Fluchtraum. Architektur- und raumtheoretische Überlegungen zu Flüchtlingsräumen" in:
Amalia Barboza / Stefanie Eberding / Ulrich Pantle / Georg Winter (Hg.)
Räume des Ankommens
Topographische Perspektiven auf Migration und Flucht

Cultural Clash oder Willkommenskultur? »Räume des Ankommens« versammelt Perspektiven der Flucht in einer flüchtigen Gesellschaft und gewährt Einblicke in die Geschichte und Gegenwart von Flüchtlings- und Ankommensräumen. In Essays und Interviews werden soziale, künstlerische, philosophische, städtebauliche und architektonische Aspekte von Flucht, Migration und Asyl verhandelt – und nicht zuletzt die Frage, inwieweit neue Räume des Ankommens in unserer Gesellschaft möglich sind.

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