Ringvorlesung WS 20/21: Kunst am Markt. Künstler - Händler - Sammlungen/Sammler


Dienstags, 18:15-19:45 Uhr, ab 03.11.2020 als Zoom-Meeting (Anmeldung über OLAT)

Organisiert von Prof. Dr. Jochen Sander und Dr. Berit Wagner, Kunstgeschichtliches Institut der GU

Die Ringvorlesung „Kunst am Markt“ behandelt die Ausdifferenzierung des europäischen Kunstmarktes vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Denn anders, als die meisten vielleicht zunächst annehmen würden, etablierte sich ein Kunstmarkt im heutigen Sinne nicht erst im Goldenen Zeitalter der niederländischen Kunst, im 17. Jahrhundert also. Stattdessen hatte sich schon im späten Mittelalter parallel zur klassischen Auftragssituation mit Besteller und Abnehmer auch ein europäischer Markt für unterschiedlichste Kunstwerke, die ohne konkreten Auftrag, quasi „auf Vorrat“ anstanden waren, etabliert. Der kommerzielle Kunsthandel mit neuen Betätigungsfeldern, wie dem Händler- und Messegeschäft, trat somit neben die traditionelle enge Beziehung zwischen Künstler und Mäzen beziehungsweise Sammler – wobei natürlich auch diese immer an die Bedingungen des Marktes geknüpft gewesen war. Auftraggebermarkt und Kunsthandel sind demnach schon seit Jahrhunderten zwei, nicht selten sogar eng miteinander verbundene Spielarten des Kunstmarktes.

Die die sich wandelnden, immer komplexen Bedingungen und Auswirkungen des Kunstmarktes auf die bildende Kunst wollen wir in dieser Ringvorlesung vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart verfolgen. An exemplarisch ausgewählten Beispielen von Akteuren, Kunstwerken und spezifischen Phänomenen des Kunstmarktes soll das folgenreiche Wechselspiel von Künstlern, Kunsthändlern und Sammlern ebenso diskutiert werden, wie die Entwicklung von Sammlungen. Die Entwicklung des Kunstmarkts wird somit aus einer europäischen Perspektive betrachtet. Insbesondere innovativen Fragestellungen, Projekten und Themenkomplexen soll die Ringvorlesung ein Forum bieten. Daher sind verschiedene Experten aus Museen, Bibliotheken, Universitäten und Forschungseinrichtungen als Referenten vorgesehen. Dabei richtet sich die Ringvorlesung sowohl an Studierende der Kunstgeschichte als auch an eine interessierte außeruniversitäre Öffentlichkeit.


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