3.11.20 Berit Wagner

Dr. Berit Wagner, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt: Der verführte Liebhaber. Zur Entwicklung des  Kunsthandels am Beispiel von Frankfurt am Main

Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in den Kunst- und Handelszentren ein reger Kunsthandel. ‚Kunstmessen‘ fanden als wichtige, das Jahr gliedernde Termine im Rahmen der überregionalen Messen statt. Sehnlich erwarteten Käufer, Händler und gleichfalls Künstler derartige Veranstaltungen. Konkurrierende Akteure brachten hier standardisierte, häufig aber auch innovative Kunstobjekte sprichwörtlich ‚auf den Markt‘. Diese Entwicklung ist unter anderem im Kontext gestiegener Konsumwünsche und verfeinerter Sammelinteressen auf dem Sektor des kontinuierlich wachsenden Luxusgütermarktes zu verstehen. Parallel zur Ausdifferenzierung der Kunstmärkte entstanden im Verlauf des 16. Jahrhunderts unterschiedliche Sammlertypen. Ab 1600 taucht schließlich der Begriff des (Kunst-)Liebhabers auf.

Der Vortrag widmet sich den Strategien des vormodernen Kunsthandels mit einem Augenmerk auf die sogenannte ‚Kleine Kunstmesse‘ und die damit verknüpfte Etablierung bürgerlicher Sammlungen in Frankfurt am Main bis um 1600.


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