10.11.20 Friederike Schütt

Dr. des. Friederike Schütt, Städel Museum, Frankfurt: Religiöse Bilder für den Antwerpener Kunstmarkt – Produktions- und Verkaufsstrategien der Maler um 1500

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kamen zahlreiche Maler nach Antwerpen, um von der Wirtschaftskraft der Hafenmetropole und ihrem florierenden Markt für Luxusgüter zu profitieren. Während die sogenannten Antwerpener Manieristen den Markt mit standardisierten Altarretabeln für den Export belieferten, spezialisierten sich Künstler wie Joos van Cleve auf ein qualitativ hochwertiges Angebot an Madonnenbildern. Um der immensen Nachfrage nach Bildern gerecht zu werden, etablierten sie eine effiziente Arbeitsteilung in ihren Werkstätten, produzierten in Serie und vereinfachten die Anfertigung ihrer Bilder durch Wiederverwendung fremder und eigener Motive. Wie sich die Produktions- und Verkaufsstrategien der Maler noch heute in den religiösen Bildern aus der ersten Expansionsphase des Antwerpener Kunstmarkts zeigen, soll im Rahmen des Vortrags exemplarisch an Werken aus der Sammlung des Städel Museums nachvollzogen werden.


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