15.12.20 Ulrike Kern

Dr. Ulrike Kern, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt: Von der Long Gallery zur Kaffeehausauktion: Der englische Kunstmarkt und seine Anfänge

In England keimte das Interesse am Kunstsammeln ungefähr ein Jahrhundert später auf als auf dem Kontinent. Doch einmal entflammt, zeigte es schnell Wirkung: in kürzester Zeit wurden Schiffsladungen italienischer Sammlungsbestände auf die Insel befördert, kunstsammelnde Rivalen schickten ihre Agenten in den Kunstzentren ins Rennen um die begehrtesten Werke, und um den englischen König herum bildete sich ein distinguierter Kreis an Kunstkennern. Die kurze Zeit, in der dieser Wandel vor sich ging wie auch die streng protestantische, bilderfeindliche Tradition, die ihn sicher nicht begünstigte, prägen die Ursprungs- und Entwicklungsgeschichte des englischen Kunstmarkts. Dieser Beitrag wird diese Anfänge ab der ausgehenden elisabethanischen Zeit und die Einflüsse der besonderen Bedingungen in England auf die Situation der Sammler, Auftraggeber, Künstler und ihre Werke beleuchten.


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