Semesterschwerpunkt

Neu: Semesterschwerpunkt im Sommersemester 2019

»Digitale Kunstgeschichte«

Mit der Etablierung der Digital Humanities sowie dem Einzug von Werkzeugen und Methoden aus anderen Disziplinen in die Kunstgeschichte gilt es zu fragen, welche Auswirkungen diese Anwendungen auf das Fach haben. Es fehlt zumeist nicht so sehr an digitalen Angeboten, die in der wissenschaftlichen Arbeit inzwischen von den Kunsthistoriker*innen geläufig genutzt werden, sondern oftmals an deren Reflexion. Wie ist also mit dem Einzug quantitativer Methoden und Algorithmen in den Geisteswissenschaften umzugehen, wie verändert sich z.B. der Forschungsprozess, wenn das Ergebnis nicht nur ein gedruckter Text, sondern eine Website oder Datenbank sein soll? In welchen Zusammenhängen und warum ergeben digitale Ansätze als Teil der wissenschaftlichen Arbeit eine Sinn und produzieren eine Mehrwert?

Vor diesem Hintergrund werden verschiedene digitale Angebote einen Teil der an dem Semesterschwerpunkt beteiligten Lehrveranstaltungen ausmachen: so aus den Bereichen Digitale Vermittlung, Photogrammetrie, Datenbanken, Digitale Editionen und Digitalisierungsvorhaben.

Darüber hinaus wird der Semesterschwerpunkt von einer Vortragsreihe begleitet, über die externe Expertise zu den genannten Fragestellungen einfließt.

Lehrveranstaltungen mit Bezug zum Semesterschwerpunkt

Vorträge

jeweils um 14 Uhr, Campus Westend, Raum IG 457

  • 22.05.2019, Dr. Chantal Eschenfelder (Städel Museum, Frankfurt am Main), Digitale Vermittlung und Strategien im Museum
  • 12.06.2019, Prof. Dr. Thomas Stäcker (ULB Darmstadt), „Vom Nutzen und Nachteil der Digital Humanities für das wissenschaftliche Leben“ –  zeitgemäße Betrachtungen zum digitalen Paradigmenwechsel in den Geisteswissenschaften
  • 10.07.2019, Prof. Dr. Piotr Kuroczyński (Hochschule Mainz), Digitale 3D-Rekonstruktion in der Kunst- und Architekturgeschichte
  • 17.07.2019, gemeinsamer Abschlusstermin





Semesterschwerpunkt im Wintersemester 2018/19



“TEXTILIEN – KUNSTWERK UND BILDGEGENSTAND”

Wir starten in das Wintersemester 2018/19 mit der Idee eines Semesterschwerpunktes – eine Lehrkooperation, die für das steht, was wir ohnehin für die Analyse von Kunst als wichtig erachten und praktizieren: Themen, Gattungen, Materialien, Techniken etc. aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten, nach Verflechtungen, Kontinuitäten und Brüchen zwischen den Zeiten, Gattungen und Medien zu fragen.
Unter dem Titel „Textilien – Kunstwerk und Bildgegenstand“ widmen wir uns in diesem Semester einem Medium, welches in der kunstgeschichtlichen Lehre häufig ein Schattendasein führt – und das, obwohl es in Kunst und Kunsthistoriographie auf unterschiedlicher Ebene als Objekt und Bildgegenstand, im Sprachgebrauch ekphrastischer Texte, als Schlüsselbegriff für Bild-, Kunst- und Architekturtheorie relevant war und weiterhin Aktualität beansprucht.
Die Veranstaltungen des Semesterschwerpunktes im BA und MA nehmen die mediale Vielschichtigkeit des Textilen ernst, besprechen die Rolle des Gewebes als Bildgegenstand, für den Prozess der Bildwerdung und den tatsächlichen Einsatz von Textilien und loten das Verhältnis von Kunstgeschichte und Mode aus.
Der Besuch einer der Veranstaltungen des Semesterschwerpunktes ermöglicht darüber hinaus an einer Serie von ‚Ortsterminen‘ – einem freiwilligen Lehrangebot –  teilzunehmen. Hier spinnen wir gemeinsam Gesprächsfäden mit Kuratorinnen und Kuratoren, Restauratorinnen und Restauratoren über die materiellen und medialen Eigenheiten von Kleidungsstücken vom Mittelalter bis in die Gegenwart, über ihre Erhaltung, Präsentation und Vermittlung.
Diese ‚Ortstermine‘ werden zeitnah in den entsprechenden Veranstaltungen angekündigt und auf der Homepage veröffentlicht.

Lehrveranstaltungen zum Semesterschwerpunkt:

  • To Fashion Art History
    Vorlesung bei Dr. Antje Krause-Wahl, donnerstags, 14-16 Uhr
  • Die Gewebe der Malerei: textile Perspektiven auf Werke der Frühen Neuzeit
    Übung bei Dr. Julia Saviello, dienstags, 14-16 Uhr
  • Andrea del Sarto – der wirre Maler
    Proseminar bei Dr. Helen Barr, donnerstags 10-12 Uhr
  • Beziehungsreiche Gewebe – Textilien im Mittelalter
    Proseminar bei Prof. Dr. Kristin Böse, montags, 12-14 Uhr

vergangene Ortstermine:

  • Mittwoch, den 12. Dezember 2018, 14 Uhr c.t., im Depot des Historischen Museums Frankfurt
  • Montag den 12.November 2018, 15 Uhr c.t. im Dommuseum Frankfurt

Suche