Teilprojekt Christine Taxer M.A.

Christine Taxer M.A.

Lebenslauf:
1993-2001 Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Lateinamerikastudien in Frankfurt am Main und León. 1998 Anstellung als studentische Hilfskraft am Studienprojekt „EDV-gestützte Dokumentation von Familienkapellen in toskanischen Kirchen“, Kunsthistorisches Institut, Florenz, Italien. 2005 Lehrauftrag, Dozentur für Mode und Ästhetik, TU Darmstadt. Seit 2004 Lektoratstätigkeit im gutleut verlag, Frankfurt/Main. 2001 Magisterabschluss mit der Arbeit „Die Memorialformen des Grabmals der Maria von Aragón in S. Anna dei Lombardi, Neapel“. Seit 2002 Promotion mit einer Arbeit über die Affektdarstellung in der Malerei des Rogier van der Weyden, 2002-2004 unterstützt durch ein DFG-Stipendium im Rahmen des Graduiertenkollegs „Psychische Energien bildender Kunst“.

Publikation:
„Eros im Baptisterium: ein heidnischer Angriff auf das Christentum? Zu Donatellos Putto von 1429“, in: Ansichtssache. Das Bodemuseum Berlin im Liebieghaus Frankfurt (Ausstellungskatalog), ed. Herbert Beck und Harmut Krohm, Frankfurt/Main 2002, S. 185-193. 


Teilprojekt:
„Emotionsdarstellung und Wirklichkeitsbewältigung in der spätmittelalterlichen Malerei. Gegenbilder der Heiligen“

Die frühniederländische Malerei weist ein detailliertes und reiches Repertoire der Emotionsdarstellung auf, indem sie sich unterschiedlicher Quellen bedient. Um einen inneren Zustand genau zu verbildlichen, können in einer einzigen Figur ikonographisch überlieferte Typen, Naturstudien sowie neu entwickelte Motive zusammentreffen und in der Realisierung wiederum überarbeitet werden. Interessant hierbei ist, dass sich positiv und negativ konnotierte Figuren den größten Teil des Vokabulars teilen. Auf welche visuellen Vorgaben zur ‚richtigen‘ Lektüre traf der historische Betrachter? Was sah er auf den Tafeln, und wie machte er Sinn aus dem zu Sehenden? Wie reagierte er auf die Emotionsfiguren? Diese Fragen leiten die geplante Studie, die also den Zusammenhang zwischen der Emotionsdarstellung und der beabsichtigten – emotionalen – Rezeption der historischen Betrachter, u.a. gefasst in Identifikationsstrategien, untersuchen wird. Neben den Darstellungen der Heiligen werden vor allem deren Gegenbilder – Christus quälende und verspottende Henkersknechte, Höllenbewohner, etc. – betrachtet. Historische Wahrnehmungstheorien und aktuelle Emotionsforschungen werden hinzugezogen, außerdem wird die Auseinandersetzung mit der modernen, in Bezug auf die frühniederländische Malerei geführten Realismusdebatte stattfinden.


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