Handverlesen. Künstlerbücher und Pressendrucke aus der Sammlung der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg

Aktueller Stand des Projektes

In dem aktuellen Projekt „Das Kunstwerk zwischen zwei Buchdeckeln“ untersuchen Studierende der Kunstgeschichte das weite Feld des sogenannten Künstlerbuches. Ausgangspunkt ist der Bestand der Wm-Signaturen in der Universitätsbibliothek. Am konkreten Gegenstand und dessen medialen wie auch materialen Eigenschaften kann unmittelbar erfahren werden, warum ein bestimmtes Buch mal als Künstlerbuch zu kategorisieren ist, mal nicht. Die Übergänge zu Pressendrucken, Buchobjekten, Künstlerzeitschriften, Originalgrafischen Büchern und anderen von Künstlern und Gestaltern veranlassten Publikationsarten sind fließend, müssen aber dennoch klar benannt werden.
In einer Laufzeit von rund zwei Jahren haben sich Studierende der Kunstgeschichte mit den Beständen der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg mit dem Sammelbestand der besonderen Bücher, vor allem den Künstlerbüchern und Pressenbüchern befasst. Sie haben kurze Beschreibungen erstellt und davon ausgehend analysiert, worin der über ein bloßes Zusammenspiel von Text und Gestaltung hinausgehende Ansatz der jeweiligen künstlerischen Konzeption besteht. Die Ergebnisse sind in den OPAC eingespeist.
Vor allem aber findet die Arbeit ihren Abschluss in einer groß angelegten Präsentation im Klingspor Museum. Für diese Ausstellung, die bis zum Mai unter dem Titel „Handverlesen. Künstlerbücher und Pressendrucke aus der Sammlung der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg“ zu sehen ist, haben die Studenten nicht nur das Konzept entwickelt, sondern auch Beiträge für den Ausstellungskatalog erstellt. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm, das neben Führungen, Künstlergesprächen und Buchpräsentationen auch Workshops beinhaltet.
Das in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg und dem Klingspor Museum durchgeführte Projekt ermöglicht den Studierenden die im Seminar erarbeitete Theorie unmittelbar auf die Praxis zu übertragen. Im Verlauf der Vorbereitung von Katalog und Ausstellung mit Begleitprogramm sind sie mit Arbeitsfeldern der Ausstellungspraxis wie solche des Kunsthistorikers eingebunden und können hier eigene Erfahrungen sammeln.


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