Albrecht Dürer und der Heller-Altar

Ein Retabel und seine überregionalen Beziehungen
zwischen Nürnberg und Köln.
Johann Schulz


Albrecht Dürer und Werkstatt, Thomas-Altar, geöffneter Zustand, Himmelfahrt und Krönung Marias, Martyrium des Apostels Jacobus d. J. und der hl. Katharina von Alexandrien mit den Stifterbildern von Jacob Heller und Katharina Melem, Frankfurt am Main,  1507–1509, Historisches Museum, Inv. Nr. B 265–B 269
Albrecht Dürer und Werkstatt, Thomas-Altar, geöffneter Zustand, Himmelfahrt und Krönung Marias, Martyrium des Apostels Jacobus d. J. und der hl. Katharina von Alexandrien mit den Stifterbildern von Jacob Heller und Katharina Melem, Frankfurt am Main, 1507–1509, Historisches Museum, Inv. Nr. B 265–B 269

Der Entstehungsprozess des heute nach seinem Stifter Jacob Heller benannten Heller-Altars kann durch die Zeugnisse des Stiftes aber auch durch die Briefe von Albrecht Dürer an Heller auf einzigartige Weise nachvollzogen werden. Zudem lassen sich durch die Kenntnisse des ursprünglichen Aufstellungsortes in der Frankfurter Dominikanerkirche weitere Erkenntnisse über die Bedeutung des Retabels gewinnen, dass Heller als visuellen Höhepunkt seiner Grablege und seinen Vorbereitungen für ein würdiges Ableben in Auftrag gab. Deshalb findet sich im Zentrum des Retabels als das Vorbild des rechten Sterbens das Bild der gekrönten Maria, für welches Dürer eine neuartige Bildlösung hervorbrachte. Ikonographische Funktion und Herkunft sowie Verbreitung des Bildmotives können über die weit über die Stadt Frankfurt hinausweisenden Beziehungen Hellers zu einer neuen Zusammenstellung gebracht werden und erhellen zugleich den Kontext der Totenmemoria des Stifters.
Zum Volltext: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2013/2214


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