Prof. Dr. Tobias Vogt


Tobias Vogt vertritt momentan eine Professur für moderne und zeitgenössische Kunst an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte sind das Verhältnis von Bild und Text sowie von Waren und Werken seit 1800, Kunstgeschichtsschreibungen und die Authentifizierung von Kunst durch Verträge und Zertifikate. Zu seinen Veröffentlichungen zählen „Untitled. Zur Karriere unbetitelter Kunst in der jüngsten Moderne“ (Wilhelm Fink, 2006) und die Mitherausgabe des Handbuchs „Kunst  Begriffe der Gegenwart. Von Allegorie bis Zip“ (Walther König, 2013). Seine Habilitationsschrift „Artikel der Kunst. Alltagsobjekt und Wortspiel in den Pariser Bildkünsten des 19. Jahrhunderts“ wird 2018 bei Wilhelm Fink erscheinen.


BA-Seminar

Kunst im öffentlichen Raum. Zum Beispiel von Frankfurt am Main und Berlin (mit Exkursion)

Eduardo Chillidas Plastik „Berlin“ vor dem Neubau des Bundeskanzleramts zählt zu den symbolträchtigen Kunstwerken der Bundesrepublik Deutschland mit einer starken medialen Verbreitung. Das Seminar, das sich auch als Einführung in die moderne Skulptur versteht, möchte dies als Ausgangspunkt nehmen und sich der Kunst im öffentlichen Raum im Vergleich zweier Städte widmen: Der erste Block findet in Frankfurt, der zweite auf Exkursion in Berlin statt. Beide Male betrachten, beschrieben und analysieren wir vor Ort Plastiken und Installationen, die unter anderem als „Kunst am Bau“-Projekte entstanden sind. Neben dem skulpturalen, architektonischen wie städtebaulichen Kontext soll sich dabei auch eine Kunstgeschichte der Bundesrepublik konturieren, die Unterschiede wie Gemeinsamkeiten zwischen der Finanzmetropole einerseits und der erst geteilten, dann wiedervereinigten Hauptstadt andererseits verdeutlichen.  

Vortreffen: 27.10.17, 1. Block: 20.-21.01.18 (in Frankfurt), 2. Block: 03.-04.02.18 (in Berlin)

MA-Seminar

Zwischen self-made und ready-made: Plastische Produktion seit 1900

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts, so die Lehrmeinung, trat mit Marcel Duchamps Ready-mades ein neuartiges Prinzip der plastischen Produktion auf den Plan. Es schien das handwerkliche Tun durch reine Gedankenarbeit zu ersetzen und der Konzeptkunst der zweiten Jahrhunderthälfte den Weg zu bereiten. Das Seminar für fortgeschrittene Studierende soll diesen vorgeblichen Paradigmenwechsel näher untersuchen, indem es die unterschiedlichen Konzeptionen der plastischen Produktion seit 1900 unter die Lupe nimmt. Anhand von ausgewählten Fallbeispielen stehen dabei die Fertigungsweisen und Materialitäten von Plastiken und Installationen zur Debatte – von der eigenhändigen Ausführung über die Fremdproduktionen etwa in Gießereien bis zur absichtsvollen Anonymisierung des Schaffensprozesses.  

Vortreffen: 27.10.17, 1. Block: 13.-14.01.18, 2. Block: 27.-28.01.18


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