Chillida Gastprofessorin Dr. Marianne Wagner

E-Mail m.wagner7819@gmail.com

Information

Chillida Gastprofessur im Sommersemester 2020

Schwerpunkte in Forschung und kuratorischer Praxis

  • Performancekunst, insbesondere Sprechakte
  • Institutionskritische Kunstproduktionen
  • Kunst im öffentlichen Raum
  •  Archiv und Öffentlichkeit

Vita

Marianne Wagner studierte Kunstgeschichte und Soziologie an den Universitäten Siegen, Karlsruhe und Bern. Nach einer Assistenzzeit/Volontariat am Kunstmuseum Thun war sie 2008-10 Projektkoordinatorin am Aargauer Kunsthaus. Als Wissenschaftliche Assistentin an der Abteilung für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart arbeitete sie 2010-2013 an der Universität Bern. Dort promovierte sie mit dem Thema Lecture Performance. Sprechakte als Aufführungskunst seit 1950, gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds. Ebenso war sie im Rahmen des Doktorats Doctoral Fellow am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft, Zürich und Stipendiatin der Paul und Gertrud Hofer-Wild Stiftung, Bern. Für ihre Dissertation wurde sie 2014 mit dem Joseph Beuys Preis für Forschung ausgezeichnet. Eine Elternzeitvertretung führte sie für ein kuratorisches Projekt 2014 in die Innerschweiz ans Nidwaldner Museum; 2014/15 arbeitete sie erneut als wissenschaftliche Mitarbeiterin/Kuratorin am Aargauer Kunsthaus, Aarau und realisierte dort unter anderem das Ausstellungsprojekt Inhabitations, das sich mit dem menschlichen Körper befasste. Seit 2015 ist sie Kuratorin für zeitgenössische Kunst und Leiterin des Skulptur Projekte Archivs am LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster/Westfälisches Landesmuseum. In Münster kuratierte sie zusammen mit Kasper König und Britta Peters die Skulptur Projekte 2017 sowie Ausstellungen von Kunst seit den 1960er Jahren und zeitgenössischer Kunst, darunter raumgreifende Projekte zu Yves Netzhammer, Yael Bartana oder Joseph Beuys. Die Arbeit am und mit dem Archiv verschränkt viele Forschungsinteressen von Marianne Wagner. Dies spiegelt sich in der Frage nach Öffentlichkeit wieder, die im Zentrum der Publikation Public Matters steht, 2019 erschienen im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Skulptur Projekte Archiv.

2015 initiierte sie zusammen mit Kristina Scepanski die Ausstellungsreihe RADAR für aktuelle Kunstprojekte, eine Kooperation des LWL-Museum für Kunst und Kultur und des Westfälischen Kunstvereins. Neben der Konzeption und Realisation von Ausstellungsprojekten lehrte Marianne Wagner unter anderem an der Universität Bern, der Hochschule der Künste Bern sowie während fünf Semestern zusammen mit dem kuratorischen Team der Skulptur Projekte als Gastprofessorin an der Kunstakademie Münster. Sie ist als Jurymitglied und Beirat in verschiedenen Gremien, Kuratorenboards und für Kunst-am-Bau Projekte tätig.

Laufendes Forschungsprojekt:

Das Skulptur Projekte Archiv Münster. Eine Forschungseinrichtung für die Wissenschaft und die Öffentlichkeit, in Kooperation mit Prof. Dr. Ursula Frohne, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, gefördert durch die VolkswagenStiftung (2017-2020)


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