Prof. Dr. Carsten Ruhl

Stella Coersmeier

Projektbeschreibung

Natur im „Cube“ – Zum Spannungsverhältnis von Raumerfahrung und Naturbegegnung in künstlerischen Ausdrucksformen (gefördert durch die Gerda-Henkel-Stiftung)

Der Ausstellungsraum – immer mehr ein Ort der Begegnung des Menschen mit elementhafter Natur. Hier gezeigte Rauminstallationen zeitgenössischer Kunst ermöglichen grundlegende Formen der Selbstverständigung über die conditio humana: Der Mensch als Natur- und Kulturwesen. Ausgehend von leitenden Gedanken der Anthropologie, Naturphilosophie und Kunstgeschichte wird im Promotionsvorhaben die Wirkungsmacht inszenierter elementhafter Natur untersucht. Dabei zeigt sich diese in der aktuellen ästhetischen Reflexion als eigenständige Größe, weiter als performative Kraft. In einem inversen Prozess verweist nun gerade ein kulturelles Produkt auf die „erste Natur“ als Bedingung des Menschseins. Gestützt wird diese Auffassung durch Abgrenzung von Naturanimationen in Digital Art, welche aktuelle Variationen eines Zugangs zur Natur anzubieten scheinen. Jenseits konkreter Naturbegegnung im White Cube tritt hier der Mensch als Homo Faber in seiner ureigensten Form auf und erschafft digitale Kunstwelten, die zwischen realem und fiktivem Raum changieren.

Kurze Biografie

Stella Coersmeier studierte Kunstgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und erhielt von der Benvenuto Cellini-Gesellschaft e.V. im Jahr 2019 den Cellini-Master-Preis. Der Masterabschluss geht über in ein durch die Gerda Henkel-Stiftung gefördertes Promotionsprojekt. Parallel zum Studium absolvierte Stella Coersmeier mehrere Praktika in Museen für moderne Kunst, unter anderem im Rahmen eines Auslandssemesters in Wien, war für insgesamt anderthalb Jahre im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main tätig und setzt sich ehrenamtlich für die Vermittlung von Kunst an Kinder und Jugendliche ein.  


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