Prof. Dr. Jochen Sander

Digitale Forschungsprojekte

Zeitreise. Das Städel Museum im 19. Jahrhundert / Time Machine. The Städel Museum in the nineteenth Century
Jochen Sander mit/with Almut Pollmer-Schmidt und/and Yannic Jäckel, 2016/2019
(http://zeitreise.staedelmuseum.de/ und/and https://zeitreise.staedelmuseum.de/en/)


DIE HISTORISCHEN RÄUME INTERAKTIV ERFAHREN:



Reisen Sie ins 19. Jahrhundert! Dank 3D-Technik konnte ein Forscherteam des Städel Museums in langjähriger Arbeit detailgenaue Rekonstruktionen der historischen Sammlungspräsentationen anfertigen.

Besuchen Sie das Städel Museum an seinen drei historischen Standorten:

  1. Das Haus von Museumsstifter Johann Friedrich Städel am Rossmarkt im Jahr 1816
  2. Das nach umfassendem Um- und Ausbau 1833 bezogene Palais in der Neuen Mainzer Straße
  3. Den 1878 eröffneten Neubau am Schaumainkai, der auch heute noch Standort des Städel Museums in Frankfurt ist

Auf der Grundlage langjähriger Recherchen können wir heute die Präsentation der Städelschen Sammlung im 19. Jahrhundert im Detail rekonstruieren und virtuell wiederauferstehen lassen. Das Projekt hat seine Wurzeln in den 1990er-Jahren, als für die Bestandsforschung der Abteilung Alte Meister historische Inventarbücher transkribiert und Gemälde-Provenienzen ausgewertet wurden. In der Zwischenzeit ist das Interesse der Kunstgeschichte an historischen Sammlungszusammenhängen gewachsen. So wurden die historischen Präsentationen der Gemäldegalerien in Dresden, Wien, Paris und Düsseldorf analysiert – allesamt fürstliche Sammlungen des 18. Jahrhunderts. Mit der Rekonstruktion der Räume des Städel Museums im 19. Jahrhundert können wir nun ein wichtiges Beispiel ergänzen: Das Städel ist die älteste deutsche Museumsstiftung bürgerlichen Ursprungs, in der sich – insbesondere 1833 – die künstlerische Avantgarde traf.

VIRTUELL DURCHS ALTE STÄDEL:
Wie wäre es, wenn Sie Ihr Lieblingsbild der Sammlung wie vor 200 Jahren betrachten könnten? Reisen Sie mit den Gemälden durch die Zeit! Sehen Sie die Werke in ihrem historischen Präsentationszusammenhang und informieren Sie sich, wie man sie damals betrachtet hat und wie sie heute eingeschätzt werden. Von jedem Gemälde lassen sich interaktiv per Klick weiterführende Informationen aufrufen und Inhalte vertiefen: von der Provenienzgeschichte bis hin zu Auszügen aus aktuellen wissenschaftlichen Katalogen.
Außerdem können Sie mit dem kostenlosen Computerprogramm für PCs oder für die Virtual-Reality-Brille Gear VR die historischen Räume von 1878 am Schaumainkai aus der Innenperspektive virtuell begehen – näher dran geht es nicht!


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