Professur für Architekturgeschichte

Neuerscheinungen

Heinrich Klotz wurde 1979 als Gründungs-direktor des Deutschen Architekturmuseums berufen. Er hat sich diese Position selbst geschaffen, eine Ausschreibung gab es nicht. Das Museum war von Beginn an umstritten: Mit welchem Recht wird quasi aus dem Nichts heraus, ohne eigene Sammlung, ein Museum aufgebaut? Heinrich Klotz hat den Konflikt nie gescheut, er hat den Streit oft sogar erst entfacht.

Die Unterlagen und Akten zu diesen Gründungsaktivitäten sind auf mehrere Archive verteilt. Einiges ist im DAM zu finden, wurde aber noch nicht systematisch erschlossen, andere Bestände befinden sich im Deutschen Kunstarchiv (Nachlass Klotz) , an der Universität Marburg, im ZKM Karlsruhe oder an der dortigen HfG. Fernseh- und Hörfunk-beiträge sind bei den Sendern und wurden bisher ebenso wenig systematisch erfasst wie die Fülle der Ver-öffentlichungen von und über das DAM und Heinrich Klotz.

Das gemeinsame Projekt von DAM, CCSA und Wüstenrot Stiftung soll dazu dienen, zunächst einen Überblick über diese Vielzahl von Quellen zur Gründung zu gewinnen (Schritt 1). Danach sollen einzelne, repräsentative Aspekte durch „Tiefenbohrungen“ aufgeblättert werden. Ziel ist eine Publikation sowie eine Ausstellung, die mit Studierenden der Goethe-Universität erstellt wird (Schritt 2 und 3) sowie eine Audio- Veröffentlichung von ausgewählten „Klotz Talks“ als Podcast (begleitend zu Schritt 2 und 3). In einem Schritt 4 wird ein sammlungs-übergreifendes „Metaarchiv“ konzipiert und, soweit sich weitere Kooperationen ergeben, gemeinsam mit den anderen nachlass-bewahrenden Institutionen realisiert.

Die Publikation in der bereits etablierten Reihe CCSA Topics soll allen folgenden Generationen von Wissen-schaftler*innen als „illustriertes Findbuch“ einen systematischen Überblick bieten. Der Ansatz ist kein klassisch-kunsthistorischer Zugang, sondern richtet sich zugleich an alle Wissenschaftler*innen, die sich für die Strukturen von Gründungsprozessen interessieren (Organisationssoziologische Perspektive).

Symposium

June 29-30

 

ARCHITECTURAL HISTORY AND INTERNATIONAL ORGANIZATIONS

The international symposium aims at intersecting transnational and international studies and architectural historiography. The main goal is to share research experiences while approaching archives of International Organizations and Associations. This event is organized within the framework of the seminar “UNESCO making architecture culture,” and has received funding and support from the Goethe Research Academy for Early Career Researchers (GRADE).

Invited speakers: Hélène Jannière (University Rennes 2), Corinne Geering (Leibniz–Institute for the History and Cultureof Eastern Europe), Andreas Kalpakci (gta Institute/ETH Zurich) and Rute Figueiredo (Escola Superior Artística do Porto).

This symposium is open to the public but the number of seats is limited. All those who are interested in attending should contact <ortiz@kunst.uni-frankfurt.de>.

Visit the CCSA homepage for further information <criticalarchitecture.org>

Programm:

19.05.2022
16:15 Uhr            Eröffnung
16:30-18:30 Uhr  Plenarveranstaltung I  
                            Poetik der Geschichte
19:15 Uhr            Abendvortrag                                                                                     
20.05.2022
10:00 Uhr            Plenarveranstaltung II 
                            Die Gesellschaftlichkeit des Films
12:30-14 Uhr       Workshops 1-4
15:30-17:30 Uhr  Plenarveranstaltung III
                            Mikrosoziologie des Umbruchs
18:00-20:00 Uhr  Forum I 
                            Kracauer und die Soziologie
21.05.2022
10:00-12:00 Uhr  Plenarveranstaltung IV
                            Die Öffentlichkeit der Massen
12:30-14:00 Uhr  Workshops 5-8
15:30-17:30 Uhr  Forum II 
                            Kracauer und die Künste














Die Vorlesung versteht sich als grundlegende Einführung in die Geschichte der Architekturkritik im 20. Jahrhundert. Anhand dreier zentraler Themenkomplexe sollen verschiedene Facetten und Themenhorizonte des kritischen Nachdenkens über das Gebaute oder zu Bauende aufgespannt werden. Insbesondere die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz der Architekturkritik soll im Zentrum der Überlegungen stehen. Begleitend zur Vorlesung findet ein Seminar statt, dass der Lektüre von Grundlagentexten zum Thema gewidmet ist und das Gelegenheit zur ausführlichen Diskussion gibt.

Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts “Architekturen des Ordnens"

Entworfene Ordnungen

Der architektonische Entwurfsprozess zielt auf das Herstellen neuer Ordnungen und wird gleichzeitig selbst durch seine praktischen, technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen strukturiert. Dieser doppelten Relation spürt die Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts „Architekturen des Ordnens“ im Sommer- und Wintersemester 2022/2023 nach. Jeder Entwurf imaginiert Zukunft und stellt einen Versuch dar, eine neue räumliche – und damit stets auch soziale – Ordnung hervorzubringen. Dieser projektive Zugriff auf noch Unbekanntes und Ungedachtes setzt dabei planerische Konventionen, bauliche Standards, rechtliche Vorgaben und etablierte architektonische, urbanistische und gesellschaftliche Vorstellungen zueinander ins Verhältnis, überdenkt und dynamisiert sie. Die Ringvorlesung fragt, in welcher Weise das Entwerfen die Interaktion dieser verschiedenen und heterogenen Faktoren strukturiert und welche Rolle die Bedingungen, Normen und Werkzeuge des Entwerfens spielen. Während die Ringvorlesung im Sommersemester der Frage nachgeht, wie Ordnung in den Entwurfsprozess kommt, nimmt das zweite Halbjahr das Wechselverhältnis von Entwurfsprozessen und ihren spezifischen Entwurfsgegenständen in den Blick.

Die Veranstaltungsreihe findet im Sommersemester im Hybridmodus (Präsenz und via Zoom) auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Infos zur Anmeldung auf Zoom folgen hier: https://architecturesoforder.org/event/entworfene-ordnungen/



In contrast to the dissociating tendencies of recent years, the professorship does not regard theoretical reflection and historical analysis as separate fields, but rather as dialectically related aspects of a scientific examination of architecture. This is based on the insight that access to certain historical themes can always be explained by a specific interest in the present, while substantial figures of thought in architectural theory can hardly be formulated without sound knowledge of the history of ideas and the history of the humanities. Architectural history and architectural theory are therefore to be regarded as inseparably connected fields, which only in interaction allow a complex, conceptually precise and methodically stringent examination of the object. Based on this fundamental consideration, the professorship deals with the historical genesis of architecture and architectural theory as well as with contemporary discourses and newer methodological approaches. This includes the consideration of media theoretical, philosophical and general art historical questions.
Professur
Prof. Dr. Carsten Ruhl

Lisa Chalco Bock (Studentische Hilfskraft)
Dr. Sarah Borree (Postdoc LOEWE-Schwerpunkt)

Alexander Brockhoff (Doktorand)
Pietro Cesari (Doktorand im LOEWE-Schwerpunkt, MPI Europäische Rechtsgeschichte)
Stella Coersmeier (Doktorandin, Gerda-Henkel Stipendiatin)
Dr. Chris Dähne (Postdoc LOEWE-Schwerpunkt)
Sara Hillnhütter (Doktorandin im LOEWE-Schwerpunkt)
Lena Holbein M.A.  (Koordinatorin LOEWE-Schwerpunkt)
Amal Salih (Doktorand)
Dr. Daniela Ortiz dos Santos (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Wessels Fabian (Sachbearbeiter LOEWE-Schwerpunkt)
Martina Wollweber (Sekretariat)


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2022/23
  • Vorlesung: Ordnung Entwerfen (Ringvorlesung LOEWE Schwerpunkt)  (Ruhl)
  • Seminar: Heinrich Klotz und das DAM im Konflikt um die Postmoderne (Blockseminar) (Ruhl)
  • Kolloquium: Methodenseminar Geschichte  & Theorie der Architektur  (Ruhl)

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2022

Neuerscheinung: 

Daniela Ortiz dos Santos. „Italian Roots in Latin American Architectural History.“ In: Denise Costanzo and Andrew Leach, editors. Italian Imprints on twentieth-century architecture. London: Bloomsbury, 2022. p.265-277.

Beginning in the 1960s, architects across Central and South America and the Caribbean began using the phrase “Latin American” to describe a collective body of built work. A term that carried a complex, heavily politicized history made its way into the hemispheric discourse by way of several individuals, organizations, and projects with direct ties to Italy. They include the Italian-born architects and historians Roberto Segre and Graziano Gasparini, and the latter’s brother, influential photographer Paolo Gasparini. All participated in transatlantic projects sponsored by UNESCO and the Rome-based Istituto Italo-Latino Americano that produced exhibitions, publications, and conferences designed to assemble the architectural traditions of the non-Anglophone hemisphere into forms permitting wider consumption, particularly in Europe. This essay considers how connections to Italy contributed to the trajectories of key individuals and initiatives, and its implications for how the region’s architecture is consumed by a global audience, and how it sees itself.

Keywords: Latin American architecture, Roberto Segre, Paolo Gasparini, Graziano Gasparini, UNESCO, Istituto Italo-Latino Americano.

Available

https://www.bloomsbury.com/us/italian-imprints-on-twentiethcentury-architecture-9781350257733/





Neuerscheinung:

Mehr als ein Haus! Marcel Breuer in Wiesbaden

Heinrich Klotz wurde 1979 als Gründungsdirektor des Deutschen Architekturmuseums berufen. Er hat sich diese Position selbst geschaffen, eine Ausschreibung gab es nicht. Das Museum war von Beginn an umstritten: Mit welchem Recht wird quasi aus dem Nichts heraus, ohne eigene Sammlung, ein Museum aufgebaut? Heinrich Klotz hat den Konflikt nie gescheut, er hat den Streit oft sogar erst entfacht.

Die Unterlagen und Akten zu diesen Gründungsaktivitäten sind auf mehrere Archive verteilt. Einiges ist im DAM zu finden, wurde aber noch nicht systematisch erschlossen, andere Bestände befinden sich im Deutschen Kunstarchiv (Nachlass Klotz) , an der Universität Marburg, im ZKM Karlsruhe oder an der dortigen HfG. Fernseh- und Hörfunkbeiträge sind bei den Sendern und wurden bisher ebenso wenig systematisch erfasst wie die Fülle der Veröffentlichungen von und über das DAM und Heinrich Klotz.

Das gemeinsame Projekt von DAM, CCSA und Wüstenrot Stiftung soll dazu dienen, zunächst einen Überblick über diese Vielzahl von Quellen zur Gründung zu gewinnen (Schritt 1). Danach sollen einzelne, repräsentative Aspekte durch „Tiefenbohrungen“ aufgeblättert werden. Ziel ist eine Publikation sowie eine Ausstellung, die mit Studierenden der Goethe-Universität erstellt wird (Schritt 2 und 3) sowie eine Audio-Veröffentlichung von ausgewählten „Klotz Talks“ als Podcast (begleitend zu Schritt 2 und 3). In einem Schritt 4 wird ein sammlungsübergreifendes „Metaarchiv“ konzipiert und, soweit sich weitere Kooperationen ergeben, gemeinsam mit den anderen nachlassbewahrenden Institutionen realisiert. 

Die Publikation in der bereits etablierten Reihe CCSA Topics soll allen folgenden Generationen von Wissenschaftler*innen als „illustriertes Findbuch“ einen systematischen Überblick bieten. Der Ansatz ist kein klassisch-kunsthistorischer Zugang, sondern richtet sich zugleich an alle Wissenschaftler*innen, die sich für die Strukturen von Gründungsprozessen interessieren (Organisationssoziologische Perspektive).












Kolorado Neustadt Stadtentwicklungsperspektiven für Halle-Neustadt © raumlaborberlin

Neuerscheinungen

Heinrich Klotz wurde 1979 als Gründungs-direktor des Deutschen Architekturmuseums berufen. Er hat sich diese Position selbst geschaffen, eine Ausschreibung gab es nicht. Das Museum war von Beginn an umstritten: Mit welchem Recht wird quasi aus dem Nichts heraus, ohne eigene Sammlung, ein Museum aufgebaut? Heinrich Klotz hat den Konflikt nie gescheut, er hat den Streit oft sogar erst entfacht.

Die Unterlagen und Akten zu diesen Gründungsaktivitäten sind auf mehrere Archive verteilt. Einiges ist im DAM zu finden, wurde aber noch nicht systematisch erschlossen, andere Bestände befinden sich im Deutschen Kunstarchiv (Nachlass Klotz) , an der Universität Marburg, im ZKM Karlsruhe oder an der dortigen HfG. Fernseh- und Hörfunk-beiträge sind bei den Sendern und wurden bisher ebenso wenig systematisch erfasst wie die Fülle der Ver-öffentlichungen von und über das DAM und Heinrich Klotz.

Das gemeinsame Projekt von DAM, CCSA und Wüstenrot Stiftung soll dazu dienen, zunächst einen Überblick über diese Vielzahl von Quellen zur Gründung zu gewinnen (Schritt 1). Danach sollen einzelne, repräsentative Aspekte durch „Tiefenbohrungen“ aufgeblättert werden. Ziel ist eine Publikation sowie eine Ausstellung, die mit Studierenden der Goethe-Universität erstellt wird (Schritt 2 und 3) sowie eine Audio- Veröffentlichung von ausgewählten „Klotz Talks“ als Podcast (begleitend zu Schritt 2 und 3). In einem Schritt 4 wird ein sammlungs-übergreifendes „Metaarchiv“ konzipiert und, soweit sich weitere Kooperationen ergeben, gemeinsam mit den anderen nachlass-bewahrenden Institutionen realisiert.

Die Publikation in der bereits etablierten Reihe CCSA Topics soll allen folgenden Generationen von Wissen-schaftler*innen als „illustriertes Findbuch“ einen systematischen Überblick bieten. Der Ansatz ist kein klassisch-kunsthistorischer Zugang, sondern richtet sich zugleich an alle Wissenschaftler*innen, die sich für die Strukturen von Gründungsprozessen interessieren (Organisationssoziologische Perspektive).

Symposium

June 29-30

 

ARCHITECTURAL HISTORY AND INTERNATIONAL ORGANIZATIONS

The international symposium aims at intersecting transnational and international studies and architectural historiography. The main goal is to share research experiences while approaching archives of International Organizations and Associations. This event is organized within the framework of the seminar “UNESCO making architecture culture,” and has received funding and support from the Goethe Research Academy for Early Career Researchers (GRADE).

Invited speakers: Hélène Jannière (University Rennes 2), Corinne Geering (Leibniz–Institute for the History and Cultureof Eastern Europe), Andreas Kalpakci (gta Institute/ETH Zurich) and Rute Figueiredo (Escola Superior Artística do Porto).

This symposium is open to the public but the number of seats is limited. All those who are interested in attending should contact <ortiz@kunst.uni-frankfurt.de>.

Visit the CCSA homepage for further information <criticalarchitecture.org>

Programm:

19.05.2022
16:15 Uhr            Eröffnung
16:30-18:30 Uhr  Plenarveranstaltung I  
                            Poetik der Geschichte
19:15 Uhr            Abendvortrag                                                                                     
20.05.2022
10:00 Uhr            Plenarveranstaltung II 
                            Die Gesellschaftlichkeit des Films
12:30-14 Uhr       Workshops 1-4
15:30-17:30 Uhr  Plenarveranstaltung III
                            Mikrosoziologie des Umbruchs
18:00-20:00 Uhr  Forum I 
                            Kracauer und die Soziologie
21.05.2022
10:00-12:00 Uhr  Plenarveranstaltung IV
                            Die Öffentlichkeit der Massen
12:30-14:00 Uhr  Workshops 5-8
15:30-17:30 Uhr  Forum II 
                            Kracauer und die Künste














Die Vorlesung versteht sich als grundlegende Einführung in die Geschichte der Architekturkritik im 20. Jahrhundert. Anhand dreier zentraler Themenkomplexe sollen verschiedene Facetten und Themenhorizonte des kritischen Nachdenkens über das Gebaute oder zu Bauende aufgespannt werden. Insbesondere die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz der Architekturkritik soll im Zentrum der Überlegungen stehen. Begleitend zur Vorlesung findet ein Seminar statt, dass der Lektüre von Grundlagentexten zum Thema gewidmet ist und das Gelegenheit zur ausführlichen Diskussion gibt.

Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts “Architekturen des Ordnens"

Entworfene Ordnungen

Der architektonische Entwurfsprozess zielt auf das Herstellen neuer Ordnungen und wird gleichzeitig selbst durch seine praktischen, technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen strukturiert. Dieser doppelten Relation spürt die Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts „Architekturen des Ordnens“ im Sommer- und Wintersemester 2022/2023 nach. Jeder Entwurf imaginiert Zukunft und stellt einen Versuch dar, eine neue räumliche – und damit stets auch soziale – Ordnung hervorzubringen. Dieser projektive Zugriff auf noch Unbekanntes und Ungedachtes setzt dabei planerische Konventionen, bauliche Standards, rechtliche Vorgaben und etablierte architektonische, urbanistische und gesellschaftliche Vorstellungen zueinander ins Verhältnis, überdenkt und dynamisiert sie. Die Ringvorlesung fragt, in welcher Weise das Entwerfen die Interaktion dieser verschiedenen und heterogenen Faktoren strukturiert und welche Rolle die Bedingungen, Normen und Werkzeuge des Entwerfens spielen. Während die Ringvorlesung im Sommersemester der Frage nachgeht, wie Ordnung in den Entwurfsprozess kommt, nimmt das zweite Halbjahr das Wechselverhältnis von Entwurfsprozessen und ihren spezifischen Entwurfsgegenständen in den Blick.

Die Veranstaltungsreihe findet im Sommersemester im Hybridmodus (Präsenz und via Zoom) auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Infos zur Anmeldung auf Zoom folgen hier: https://architecturesoforder.org/event/entworfene-ordnungen/



In contrast to the dissociating tendencies of recent years, the professorship does not regard theoretical reflection and historical analysis as separate fields, but rather as dialectically related aspects of a scientific examination of architecture. This is based on the insight that access to certain historical themes can always be explained by a specific interest in the present, while substantial figures of thought in architectural theory can hardly be formulated without sound knowledge of the history of ideas and the history of the humanities. Architectural history and architectural theory are therefore to be regarded as inseparably connected fields, which only in interaction allow a complex, conceptually precise and methodically stringent examination of the object. Based on this fundamental consideration, the professorship deals with the historical genesis of architecture and architectural theory as well as with contemporary discourses and newer methodological approaches. This includes the consideration of media theoretical, philosophical and general art historical questions.
Professur
Prof. Dr. Carsten Ruhl

Lisa Chalco Bock (Studentische Hilfskraft)
Dr. Sarah Borree (Postdoc LOEWE-Schwerpunkt)

Alexander Brockhoff (Doktorand)
Pietro Cesari (Doktorand im LOEWE-Schwerpunkt, MPI Europäische Rechtsgeschichte)
Stella Coersmeier (Doktorandin, Gerda-Henkel Stipendiatin)
Dr. Chris Dähne (Postdoc LOEWE-Schwerpunkt)
Sara Hillnhütter (Doktorandin im LOEWE-Schwerpunkt)
Lena Holbein M.A.  (Koordinatorin LOEWE-Schwerpunkt)
Amal Salih (Doktorand)
Dr. Daniela Ortiz dos Santos (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Wessels Fabian (Sachbearbeiter LOEWE-Schwerpunkt)
Martina Wollweber (Sekretariat)


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2022/23
  • Vorlesung: Ordnung Entwerfen (Ringvorlesung LOEWE Schwerpunkt)  (Ruhl)
  • Seminar: Heinrich Klotz und das DAM im Konflikt um die Postmoderne (Blockseminar) (Ruhl)
  • Kolloquium: Methodenseminar Geschichte  & Theorie der Architektur  (Ruhl)

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2022

Neuerscheinung: 

Daniela Ortiz dos Santos. „Italian Roots in Latin American Architectural History.“ In: Denise Costanzo and Andrew Leach, editors. Italian Imprints on twentieth-century architecture. London: Bloomsbury, 2022. p.265-277.

Beginning in the 1960s, architects across Central and South America and the Caribbean began using the phrase “Latin American” to describe a collective body of built work. A term that carried a complex, heavily politicized history made its way into the hemispheric discourse by way of several individuals, organizations, and projects with direct ties to Italy. They include the Italian-born architects and historians Roberto Segre and Graziano Gasparini, and the latter’s brother, influential photographer Paolo Gasparini. All participated in transatlantic projects sponsored by UNESCO and the Rome-based Istituto Italo-Latino Americano that produced exhibitions, publications, and conferences designed to assemble the architectural traditions of the non-Anglophone hemisphere into forms permitting wider consumption, particularly in Europe. This essay considers how connections to Italy contributed to the trajectories of key individuals and initiatives, and its implications for how the region’s architecture is consumed by a global audience, and how it sees itself.

Keywords: Latin American architecture, Roberto Segre, Paolo Gasparini, Graziano Gasparini, UNESCO, Istituto Italo-Latino Americano.

Available

https://www.bloomsbury.com/us/italian-imprints-on-twentiethcentury-architecture-9781350257733/





Neuerscheinung:

Mehr als ein Haus! Marcel Breuer in Wiesbaden

Heinrich Klotz wurde 1979 als Gründungsdirektor des Deutschen Architekturmuseums berufen. Er hat sich diese Position selbst geschaffen, eine Ausschreibung gab es nicht. Das Museum war von Beginn an umstritten: Mit welchem Recht wird quasi aus dem Nichts heraus, ohne eigene Sammlung, ein Museum aufgebaut? Heinrich Klotz hat den Konflikt nie gescheut, er hat den Streit oft sogar erst entfacht.

Die Unterlagen und Akten zu diesen Gründungsaktivitäten sind auf mehrere Archive verteilt. Einiges ist im DAM zu finden, wurde aber noch nicht systematisch erschlossen, andere Bestände befinden sich im Deutschen Kunstarchiv (Nachlass Klotz) , an der Universität Marburg, im ZKM Karlsruhe oder an der dortigen HfG. Fernseh- und Hörfunkbeiträge sind bei den Sendern und wurden bisher ebenso wenig systematisch erfasst wie die Fülle der Veröffentlichungen von und über das DAM und Heinrich Klotz.

Das gemeinsame Projekt von DAM, CCSA und Wüstenrot Stiftung soll dazu dienen, zunächst einen Überblick über diese Vielzahl von Quellen zur Gründung zu gewinnen (Schritt 1). Danach sollen einzelne, repräsentative Aspekte durch „Tiefenbohrungen“ aufgeblättert werden. Ziel ist eine Publikation sowie eine Ausstellung, die mit Studierenden der Goethe-Universität erstellt wird (Schritt 2 und 3) sowie eine Audio-Veröffentlichung von ausgewählten „Klotz Talks“ als Podcast (begleitend zu Schritt 2 und 3). In einem Schritt 4 wird ein sammlungsübergreifendes „Metaarchiv“ konzipiert und, soweit sich weitere Kooperationen ergeben, gemeinsam mit den anderen nachlassbewahrenden Institutionen realisiert. 

Die Publikation in der bereits etablierten Reihe CCSA Topics soll allen folgenden Generationen von Wissenschaftler*innen als „illustriertes Findbuch“ einen systematischen Überblick bieten. Der Ansatz ist kein klassisch-kunsthistorischer Zugang, sondern richtet sich zugleich an alle Wissenschaftler*innen, die sich für die Strukturen von Gründungsprozessen interessieren (Organisationssoziologische Perspektive).












Kolorado Neustadt Stadtentwicklungsperspektiven für Halle-Neustadt © raumlaborberlin