Campus Westend, Rostocker Straße 2, 60323 Frankfurt
Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften (SKW), Raum 01.A111 (1.OG, grüner Bereich)
Die Mediathek des kunstgeschichtlichen Instituts verwahrt die historische Lehrbildsammlung (Fotoabzüge, Glasdias) sowie eine Sammlung audiovisueller Medien, die für die Lehre und Forschung zur Verfügung stehen und im Rahmen des Digitalen Repositoriums erschlossen und präsentiert werden.
Das Team der Mediathek unterstützt Sie außerdem bei Bild- und Filmrecherchen, beim Scannen von Bildern oder Texten sowie beim Digitalisieren und Konvertieren audiovisueller Medien.
Anfragen zur Sichtung bzw. Bereitstellung von Medien richten Sie bitte an: mediathek@kunst.uni-frankfurt.de
Digitales Repositorium für Kunstgeschichte. Ein Lehr- und Lernlabor mit einem Schwerpunkt auf die Geschichte und Ästhetik fotografischer und/oder bewegter Bilder
Aus der Lehre und dem Umgang mit audiovisuellen Medien entstand die Idee, ein „Digitales Repositorium“ für den Schwerpunkt Fotografie, Film, und Videokunst einzurichten, in dessen Erarbeitung die Student:innen aktiv einbezogen werden. Ergebnisse aus der Lehre werden auf diese Weise dokumentiert und sind somit weiterhin für die Lehre und das (Selbst-)Studium zugänglich.
Zugleich versteht sich das Repositorium als Schnittstelle nicht nur für die Vermittlung zentraler wissenschaftlicher Inhalte und Ressourcen (Recherche, Literatur, Begriffe), sondern auch als Schaufenster für die am Kunstgeschichtlichen Institut angesiedelte Sammlung audiovisueller Medien, der historischen Bildsammlung (Fotoabzüge, Glasdias) sowie für den weiter wachsenden Bestand der Bilddatenbank ConedaKor.
Konzeption/ Umsetzung: Thomas Helbig
Link: https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/dr-start/
Die Bildstelle produziert das digitale Bildmaterial für die Lehre und die Forschungsprojekte am hiesigen Institut. Sie ist für die Sicherung der Bild- und Metadaten im Datenbanksystem ConedaKOR Frankfurt (https://kor.uni-frankfurt.de) zuständig.
Der Zugang ist beschränkt für Studierende und Mitglieder des Kunstgeschichtlichen Instituts. Für die Anmeldung nutzen Sie bitte die Zugangsdaten Ihres HRZ-Accounts (Klicken Sie hierfür „Login über die Universität“ an). Bei Fragen zum Zugang senden Sie bitte eine E-Mail an mediathek@kunst.uni-frankfurt.de.
Der Bestand audiovisueller Medien kann über die institutseigene Datenbank VDB recherchiert werden:
https://apps.kunst.uni-frankfurt.de/vdb/
(Benutzername: kgi / Passwort: kgi)
Geschichte
Die ehemals eigenständige Bildstelle des Kunstgeschichtlichen Instituts ist seit 2024 ein Teil der Mediathek. Damit hat sich nun auch sprachlich umgesetzt, was schon lange zusammengehört, nämlich ein Angebot verschiedenster Bildmedien und deren wissenschaftliche Erschließung an einem Ort.
Als das Kunstgeschichtliche Institut 1915 in Frankfurt gegründet wurde, gehörte die Bildstelle neben der Bibliothek von Anfang an zu den wesentlichen Instrumenten für Forschung und Lehre.
Waren es zunächst gesammelte gedruckte Abbildungen und Fotografien setzte sich sehr schnell das große Glasdia in der Lehre durch. Von diesem Bestand befinden sich noch ca. 2000 in der Mediathek, überwiegend mit Motiven aus Architektur und Skulptur.
In den 70er Jahren des 20. Jahrhundert wurde das Glasdia in der Lehre abgelöst durch das Kleinbilddia. Es fotografierten die Studierenden bzw. die Hilfskräfte. Die Stelle (50 %) einer Reprofotografin konnte erst 1995 eingerichtet werden. Mit fast 300 000 Kleinbilddias gehörte die Sammlung zu einer der größten auf Universitätsebene. Dafür verantwortlich war vor allem der 1993 neu berufene Prof. Dr. Klaus Herding, der den Aufbau vorantrieb. In diese Zeit fällt auch die Einrichtung einer eigenständigen Stelle (50 %) in der Bildstelle, die dann bis 2024 von Doris Reichert geleitet wurde. Von dem ursprünglichen Bestand der Kleinbilddias sind heute nur noch wenige vorhanden. 2021, kurz vor dem Umzug von Bockenheim auf den Campus Westend, wurde die Kleinbilddiasammlung an den Kölner Künstler Philipp Goldbach übergeben.
Mit der Jahrtausendwende begann die Transformation von der analogen Bildsammlung hin zur kunstwissenschaftlichen Datenbank. Zunehmend wurde die Reprofotografie durch das Scannen der Abbildungen ersetzt. Das erste Bilddatenbanksystem hieß Dilps und war bis 2009 im Einsatz. Es wurde durch das moderne Entity-Relationship-System ConedaKor abgelöst, das bis heute benutzt wird. Neben den zahlreichen Reproduktionen aus Büchern, die von Lehrenden und Studierenden für Veranstaltungen und Prüfungsleistungen bestellt werden, gehören auch Aufnahmen, die Exkursionen und Ausstellungsbesuche dokumentieren sowie einige private Sammlungen. Die Möglichkeit die Metadaten durch das graphbasierte System in einem Informationsnetz darzustellen, in dem explorativ navigiert werden kann, lässt neue Zusammenhänge erkennen und fruchtbar werden.
Ab den 1980er Jahren hielt auch das bewegte Bild Einzug in das Kunstgeschichtliche Institut der Goethe-Universität. Fokussiert auf bildwissenschaftliche Themen wurde der Film zu einem gefragten Untersuchungsgegenstand. In Frankfurt geschah dies durch die Berufung von Dr. Hubertus Günther als außerordentlichen Professor für Kunstgeschichte, Theater-, Film und Fernsehwissenschaften (1988–91). In diese Zeit fiel auch die Gründung der Mediathek, sie bereichert heute mit über 8.000 Filmen die Lehre und Forschung am Institut. Das Medium der frühen Stunde war die VHS-Kassette. Eine Durchsicht des historischen VHS-Bestands hat gezeigt, dass sich darunter auch seltene Aufnahmen und Fernsehmitschnitte befinden, die zur Sicherung digitalisiert werden.
Wesentlich am Aufbau der Frankfurter Mediathek beteiligt war der wissenschaftliche Mitarbeiter Ralf Michael Fischer, der von 2001 bis 2009 die Mediathek betreute. Zurzeit wird die Mediathek von Prof. Dr. Regine Prange geleitet sowie von Dr. Thomas Helbig betreut.
Mithilfe der eLearning-Förderfonds der Goethe-Universität konnte 2020 das Teilprojekt „Kunstwissenschaftliche Filmanalyse“ (2020–21) realisiert werden, das eine technisch und methodisch erweiterte Einbindung des Sammlungsbestandes gegenüber Forschung und Lehre zum Ziel hatte. Seither können Digitalisate von Filmen und Filmausschnitten für die Lehre und Forschung – etwa als Stream – bereitgestellt werden.
2022 startete das Digitale Repositorium für Kunstgeschichte, das als gemeinsames Projekt mit der Bildstelle realisiert wird.
Text: Doris Reichert & Thomas Helbig
Ehemalige Hilfskräfte: Dennis Ewigleben, Svenja Haak, Julia Hichi, Leonard Schwanig, Kai Schwöbel, Cleo Timmermann, Greta Wilger, Carla Wiggering
Kontakt:
Telefon. (069) 798-22248
E-Mail: mediathek@kunst.uni-frankfurt.de
Leitung:
N.N., Thomas Helbig
Studentische Hilfskräfte:
Lucia Bechtold
Pauline van Even
Oskar Schröder
Bilddatenbank:
https://kor.uni-frankfurt.de
Videodatenbank:
https://apps.kunst.uni-frankfurt.de/vdb/
Benutzername: kgi
Passwort: kgi
Öffnungszeiten:
Mi: 12:00 - 16:00 Uhr
Do: 10:00 - 12:00 Uhr
Beratung, Austausch & Arbeitsplätze zum Scannen und sichten:
während der Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung mediathek@kunst.uni-frankfurt.de
Projekt:
Digitales Repositorium
Kunstwissenschaftliche Filmanalyse
Jean-Luc Godards Filmgeschichte
Malerei im Film
VHS-RARA-Archiv